Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

27.07.2021, 12.01 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Brand in Sondermüllverbrennung: Rauch zieht auch ins Bergische

Artikelfoto

Update (14.39 Uhr):
Die Stadt hat offiziell Entwarnung für Wuppertal gegeben: Alle Messungen im Stadtgebiet waren ohne Befund. Der Mess-Einsatz wurde daher beendet und der Wuppertaler Feuerwehr-Stab wird zurückgefahren.

Update (14.35 Uhr):
Laut Stadt Leverkusen laufen an der Explosionsstelle noch Nach-Löscharbeiten. Füssige Lösungsmittel hätten gebrannt, heißt es von der Stadt. Ob durch die Regenfälle „relevante Stoffe“ niedergegangen sind, habe das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) noch nicht klären können. Die Spielplätze im betroffenen Stadtteil Leverkusen-Bürrig sowie in Opladen wurde aber vorsorglich bis auf Weiteres geschlossen. Entwarnung kommt zu den Messwerten im Explosionsgebiet: Diese seien aktuell im „grünen Bereich“, so heißt es von der Stadt Leverkusen. Als Vorsichtsmaßnahme sollten Nahrungsmittel aus dem Garten aber abgewaschen werden.

Wie berichtet (siehe unten): Luftmessungen in Wuppertal haben bislang keine Gefährdungen ergeben. Gleiches hat auch die Stadt Solingen zwischenzeitlich vermeldet.

Update (13.52 Uhr):
Laut Stadt Leverkusen konnte der Brand inzwischen gelöscht werden. Durch die Explosion eines Tanks der Sondermüll-Verbrennungsanlage im Stadtteil Bürrig wurden nach derzeitigem Stand ein Mitarbeiter getötet und 16 Personen verletzt, zwei davon schwer. Vier Mitarbeiter werden noch vermisst (Stand 13.30 Uhr). Die Rettungsarbeiten laufen weiterhin mit Hochdruck.

Die Stadt Wuppertal rechnet damit, dass es Nachmittag werden kann, bis der Rauch über Wuppertal und das Bergische komplett hinweg gezogen ist. Die Feuerwehr werde weiter Luftmessungen durchführen.

Update (13.45 Uhr):
Laut Stadt haben die Messungen der Feuerwehr Wuppertal bislang keinen Hinweis auf Gefahrenstoffe in der Luft ergeben! Nach der Explosion in Leverkusen geht die Stadt aktuell für Wuppertal „nur“ von einer Geruchsbelästigung aus.

Update (12.40 Uhr):
Messfahrzeuge der Wuppertaler Feuerwehr sind in der Stadt unterwegs. Insbesondere in den Stadtteilen an der Grenze zu Solingen, also auch in Cronenberg, wird gemessen, ob es infolge der Explosion eine Belastung gibt.

Die Stadt hat ein Bürger-Telefon geschaltet: Über die Hotline (02 02) 563-20 00 können sich Bürger informieren, die wegen des Brandgeruchs verunsichert sind.

Update (12.37 Uhr):
Nach der Explosion in einer Sondermüll-Verbrennungsanlage in Leverkusen handelt sich in Wuppertal laut Stadt aktuell nur um eine Geruchsbelästigung. Die Feuerwehr Wuppertal empfiehlt dennoch, Fenster und Türen geschlossen zu halten und die Klimaanlagen auszuschalten. Für Wuppertal wird eine NINA-Warnmeldung der Warnstufe 1 ausgelöst.

Erstnachricht:
Im Leverkusener Stadtteil Bürrig hat es heute Vormittag, 27. Juli 2021, eine Explosion gegeben. Betroffen sein soll eine Sondermüll-Verbrennungsanlage am Chempark Leverkusen. Eine riesige Rauchsäule liegt über dem Stadtteil, die sich nun offenbar auch in Richtung Bergisches Land ausbreitet.

Während bereits einige Autobahnen im Umkreis gesperrt wurden, ruft die Stadt Solingen bereits die Anwohner vor allem in den Stadtteilen Ohligs und Aufderhöhe auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und geschlossene Räume aufzusuchen. Auch per Sirenenalarm wird die Bevölkerung gewarnt. Die Feuerwehr Leverkusen hatte bereits nach dem Unglück eine Warnung an die NINA-Warn-App abgegeben. Eine NINA-Warnung vor Rauchgasen gilt aktuell auch für Solingen. Die Feuerwehr der Klingenstadt misst aktuell die Werte.

Zumal der Brandgeruch mittlerweile auch in Wuppertal zu riechen ist, häufen sich die besorgten Anfragen auch bei der Feuerwehr der Stadt. Ob Gefahr in Wuppertal besteht, wird ermittelt – „Fenster, falls möglich, zu schließen, schadet vorerst sicherlich nicht“, bitte die Feuerwehr noch um etwas Geduld.