30.03.2023, 07.47 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Phönix aus der Asche: Cronenberger SC schlägt KFC Uerdingen

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Der Kader des Cronenberger SC in der Oberliga-Spielzeit 2022/23. | Foto: Odette Karbach

Erst seit Ende November ist Kai Schwertfeger der Trainer des Cronenberger SC (CSC). Wahrscheinlich hat er in der kurzen Zeit noch nicht mitbekommen, dass der größte Erfolg der CSC-Vereinsgeschichte 1952 der Vizetitel in der Deutschen Amateurmeisterschaft war. Vielleicht aber war Schwertfeger auch einfach nur überwältigt, als er die Partie gegen den KFC Uerdingen auf der Pressekonferenz am gestrigen Mittwochabend, 29. März, als wohl größten Erfolg der CSC-Geschichte bezeichnete.

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Die Zuschauerzahl konnte Schwertfeger nicht meinen: In den 1950er-Glanzjahren liefen die Grün-Weißen schließlich vor bis zu 14.000 Zuschauern auf, gestern Abend verloren sich nur etwa 250 Fans im Stadion am Zoo. Die sahen aber einen Cronenberger SC, der zum Phönix aus Asche avancierte: Nach dem deprimierenden 0:4 gegen den FC Kray (die CW berichtete) gewann der CSC das besondere Heimspiel gegen den Ex-Werksklub mit 3:2 (1:0). Zwar läuft die Saison für die vermeintliche Über-Mannschaft der Liga alles andere als nach Maß: Immerhin war der Oberliga-Sechste aber mit der Empfehlung eines Siegs beim Oberliga-Spitzenreiter SSVg Velbert zum CSC gekommen.

In der Schlussphase wurde es nochmal eng

Weder davon, noch von der ungewohnten Kulisse ließ sich die Schwertfeger-Elf beeindrucken: Nicht unverdient kamen die Grün-Weißen in der 40. Minute zum 1:0: Kapitän Niklas Burghard netzte aus dem Strafraumgewusel zur Pausenführung ein. Im zweiten Abschnitt kam beim CSC zum Willen das Glück dazu: Nachdem sich Finn Belzer auf der rechten Seite durchgetankt und aufs KFC-Tor geschossen hatte, beförderte ein Uerdingen-Spieler das Leder zum 2:0 selbst ins Tor (55.).

Nur sechs Minuten später konnte das Schwertfeger-Team zum dritten Mal jubeln: Shunta Onishi lochte auf Pass von Dominik Heinen in der 60. Minute zum 3:0 für die Cronenberger ein. Wer nun glaubte, der CSC hätte damit den Sack zugemacht, sah sich in den turbulenten Schlussminuten eines Besseren belehrt: Nachdem 1:3 in der 85. Minute kamen die Uerdinger in der Nachspielzeit sogar zum Anschlusstreffer (93.). Mehr gelang den Gästen aber in den verbleibenden drei Minuten nicht mehr, letztlich verdient zitterte der CSC das knappe 3:2 über die Zeit.

Sonntag kommt Hamborn, am Donnerstag nach Ratingen

Nachdem der Sechste geschlagen wurde, klappt das vielleicht auch gegen den Oberliga-Elften: Hamborn 07 kommt am Sonntag (15 Uhr) an die Hauptstraße. Am Donnerstag, 6. April (19.30 Uhr), folgt dann die Auswärtspartie beim Vierten Ratingen 04/19 für die Cronenberger.