03.11.2023, 09.59 Uhr   |   Marion Heidenreich   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

175 Jahre CVJM-Westbund: Auch EKD-Ratsvorsitzende gratulierte

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Gerd Halfmann, der Leiter der CVJM-Bildungsstätte an der Bundeshöhe (li.), konnte zahlreiche Gäste zu dem CVJM-Jubiläum begrüßen, darunter auch Annette Kurschus, die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD, 2.v.l.), oder auch Wuppertals 2. Bürgermeister Rainer Spiecker (mi.). | Foto: Marion Heidenreich

Bei goldenem Oktober-Wetter feierte der CVJM-Westbund mit rund 500 geladenen Gästen den Gründungstag des „Rheinisch-Westphälischen Jünglingsbundes“ vor 175 Jahren. Dass das große Jubiläum in der CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe begangen wurde, mag der Initiative des damaligen Ronsdorfer Jünglingsverein geschuldet sein, der im Juli 1847 eine kleine Zeitschrift namens „Jünglingsboten“ ins Leben rief.

Dieser avancierte schnell zu einer Plattform der Jünglingsvereine, sodass bereits im Juni 1848 die Frage aufkam: Würde es nicht zweckmäßig sein, wenn sich alle Jünglingsvereine in einem Verband zusammenschlössen? Die Antwort: Bei einem Gottesdienst im „Saale des Bellvue“ zu Elberfeld am 20. August beschlossen rund 200 Mitglieder der Jünglingsvereine Cronenberg, Barmen, Elberfeld und Ronsdorf sowie Remscheid, Schwelm, Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort die Gründung des Rheinisch-Westphälischen Jünglingsbundes, der dann am 8. Oktober 1848 offiziell aus der Taufe gehoben wurde. 1959 erreichte der CVJM-Westbund seinen bisherigen Höhepunkt mit fast 1.000 Mitglieds-Vereinen; heute gehören dem CVJM-Westbund 535 Ortsvereine in NRW, Hessen, Saarland und Teilen von Rheinland-Pfalz und Niedersachsen an.

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Das Fundament der CVJM-Arbeit bildet seit 1855 die „Pariser Basis“: das Bekenntnis zu Christus sowie die Entschlossenheit, die Einheit der Vereine nicht durch Streitigkeiten zu gefährden. Oder wie Annette Kurschus, die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), es in ihrer Predigt des Festgottesdienstes ausdrückte: „Das Bekenntnis zu dem einen Grund, der in Christus gelegt ist, verhindert nun aber keineswegs Konflikte – im Gegenteil.“ Ebenso hob die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen hervor, dass das christliche Bekenntnis keineswegs ein Garant für den „einzig richtigen Weg“ sei. Vielmehr sollten Weitherzigkeit und Weisheit, die unsere Gesellschaft dringend brauche, Leitlinien des zwischenmenschlichen Handelns sein. Aufgabe, Auftrag und Anspruch des CVJM-Westbundes sei es, „jungen Menschen möglichst viel von dieser Liebe mitzugeben“.

„CVJM-Live“: Vorstellung der Arbeitsgebiete

Gratulation und Dankesworte gab es im Rahmen des Festgottesdienstes auch von Bürgermeister Rainer Spieker, der besonders die Bedeutung des CVJM für die Jugendarbeit und Bildung in Wuppertal hervorhob. Spiecker dankte besonders den Ehrenamtlichen der 18 CVJM-Vereine auf Wuppertaler Stadtgebiet für ihr Engagement.Nach einem Mittags-Büfett konnten die Gäste die vielfältigen Angebote des CVJM an der Bundeshöhe entdecken. Neben einer „Keynote“ des Wuppertaler Oberbürgermeisters Uwe Schneidewind zum Thema „Nachhaltigkeit“, gab es zudem verschiedene Vorträge, musikalische und tänzerische Vorführungen sowie die Vorstellung von Arbeiten der CVJM-Fachausschüsse – überall herrschte ein reger Austausch.

Unter dem Motto „Wünsch dir was“ folgten Grußworte und Wünsche zum Jubiläum – Generalsekretär Matthias Büchle bedankte sich für die Grüße aus Bund und Land. Überdies formulierten die BesucherInnen des Festtages auf Puzzleteilen Wünsche, die später im Foyer der CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe öffentlich ausgestellt wurden. Gerd Halfmann, der Leiter der CVJM-Bildungsstätte nebst Schwebebahnbistro, strahlte derweil hocherfreut über den gelungenen Jubiläumstag. Halfmann enthüllte gemeinsam mit seinem Team ein süßes „CVJM-Dreieck“, das mit Cupcakes gut gefüllt war…!

Mehr zum CVJM-Westbund ist online hier abrufbar, mehr zum CVJM an der Bundeshöhe, so auch zum Schwebebahnbistro gibt’s hier: www.cvjm-bibu.de.