22.12.2023, 11.30 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Dauerregen: Steigende Wupper-Pegel, aber Platz in den Talsperren

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Vereinzelt umgestürzte Bäume, so unter anderem im Zillertal oder in der Hatzenbeck – bislang glimpflich sieht die Bilanz von Sturmböen und Dauerregen seit dem gestrigen Donnerstag, 21. Dezember (die CW berichtete), aus. Unverändert gilt jedoch eine Amtliche Unwetter-Warnung der zweithöchsten Stufe für Wuppertal: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht davon aus, dass der ergiebige Dauerregen bis Heiligabend anhalten wird.

Nachdem bereits bis zu 20 Liter pro Quadratmeter Regen im Stadtgebiet gefallen sind, könnten laut DWD bis übermorgen Früh Niederschlagsmengen bis zu 80 l/m² hinzukommen. In Staulagen könnten laut Wetterdienst sogar Regenengen bis 100 l/m² erreicht werden. Laut Wupperverband bieten die Talsperren aber aktuell ausreichend Stauraum, um die erwarteten Regenmengen weiterhin abzupuffern. Einzelne Wupper-Pegel haben die untere Warngrenze aber bereits überschritten. In der Rutenbeck erreichte der Wasserstand mit 2,28 Metern heute Nacht einen Höchststand, dennoch blieb die Abflussmenge hier unter der untersten Warnstufe.

Abgabe aus Talsperren mit Blick auf die sensiblen Bereiche“

Anders an der Kluser Brücke: Hier ist die Warnstufe 1 noch immer überschritten. Aufgrund des Dauerregens rechnet der Wupperverband mit weiter steigenden Wasserständen. Die Abgabe aus den Talsperren wurde zur Vorentlastung kontrolliert erhöht – aber „mit Blick auf die sensiblen Bereiche“, wie der Wupperverband mitteilt. In Gewässernähe rät der Verband generell zur Vorsicht, auch abseits von Gewässern könnte es lokal zu Überschwemmungen kommen.

Aktualisierte Informationen sind hier abrufbar: hochwasserportal.wupperverband.de. Die Wetter-Warnungen des DWD für Wuppertal können hier aufgerufen werden.