26.01.2024, 16.29 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Reichsbürger-Verdächtiger: „Stattliches“ Waffen-Arsenal gefunden

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Das Haus des mutmaßlichen Reichsbürger an der Königshöhe während der Durchsuchungsmaßnahmen der Polizei. | Foto: Meinhard Koke

Wie bereits kurz berichtet, wurden am gestrigen Donnerstag, 25. Januar, sowie am heutigen Freitag das Privathaus eines mutmaßlichen Reichsbürgers an der Königshöhe sowie zwei weitere Räumlichkeiten in Elberfeld durchsucht. Der ursprüngliche Anfangsverdacht von Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz bestätigte sich dabei offenbar nicht. Bei den Durchsuchungen, im Rahmen derer auch Sprengstoffspürhunde oder auch das Technische Hilfswerk (THW) eingesetzt wurden, konnten laut Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft keine sprengstoffverdächtigen Gegenstände gefunden werden.

Allerdings wurde bei dem 52-Jährigen, der im Sicherheitsbereich des Düsseldorfer Flughafens tätig sein soll, eine größere Menge an Lang- und Kurzwaffen sichergestellt. Die Auswertung der gefundenen Gegenstände dauert an. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei könnten waffenrechtliche Verstöße vorliegen, da nicht für alle aufgefundenen Waffen die erforderlichen behördlichen Erlaubnisse vorliegen könnten. Aufgefunden wurden zudem auch Unterlagen, die laut Polizei-Mitteilung nun „einer intensiven Auswertung“ bedürften.

Das Arsenal der in dem Haus des mutmaßlichen Reichsbürgers an der Königshöhe aufgefundenen Waffen. | Foto: Polizei Wuppertal

Das Arsenal der in dem Haus des mutmaßlichen Reichsbürgers an der Königshöhe aufgefundenen Waffen. | Foto: Polizei Wuppertal

Wie es in der Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft weiter heißt, habe sich der erste Eindruck, dass der Beschuldigte der Reichsbürger-Szene nahestehen und Verschwörungstheorien anhängen könnte, bestätigt. Auch hierzu dauern die umfangreichen Ermittlungen an. Sollte sich der Verdacht von Verstößen gegen das Waffengesetz bestätigen, droht dem Mann eine empfindliche Geld- oder Freiheitsstrafe.