29.02.2024, 16.46 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Barock-Arien begeisterten: 25 Jahre „Musik auf dem CronenBerg“

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„Arien des Barock“: Zum Start ins Jubiläumsjahr der Konzertreihe „Musik auf dem Cronenberg“ bescherten Sopranistin Dorothea Brandt, Gastgeber Prof. Werner Dickel sowie Werner Dickel, Cellistin Susanne Müller-Hornbach und Alexander Puliaev am Cembalo ein Konzert der Extraklasse. | Foto: Matthias Müller

Eine „Gala der Soprane“ sollte es ursprünglich werden, dann wurde es ein „Fest der Barock-Arien“: „Lassen Sie sich überraschen von einer „gewagten Barock-Zusammenstellung – das wird ein Fest!“, versprach Initiator Prof. Werner Dickel zum Start ins 25. Jubiläumsjahr seiner Konzert-Reihe „Musik auf dem CronenBerg“. Dickel, der selbst an der Violine zu den Mitwirkenden der Gala zählte, versprach nicht zu viel: Die Klassik-Fans im Zentrum Emmaus erlebten an diesem Februar-Montag einmal mehr einen denkwürdigen „CronenBerg“-Abend. Garantin dafür war Sopranistin Dorothea Brandt, die – neben Werner Dickel – von zwei weiteren Instrumentalisten der Extraklasse begleitet wurde.

Cellistin Susanne Müller-Hornbach sowie Alexander Puliaev, der auf einem historisch nachgebauten Cembalo sein großes Können bewies. Nachdem die „Arien des Barock“ mit Georg Friedrich Händel und Claudio Monteverdi begonnen hatten, erlebten die vielen Zuhörer einen Konzert-Abend großer Themen und Gefühle. Nicht nur „schmachtend“ vertonte Schicksalsgeschichten erfüllten den Kirchraum – komplett in italienischer beziehungsweise englischer Sprache gesungen, konnte man sich wie in Venedig fühlen…! Dorothea Brandt brachte aber auch Modernes und Gewagtes dar – im „Lamento d’ Arianna“ nach Monteverdi von Helga Pogatschar (geb. 1966) begleitete etwa der Ruf eines eingespielten Muezzins die Sopranistin, die dazu a cappella sang…!

Nächster „CronenBerg“-Termin am 4. April

Ein Überraschungsmoment eines abwechslungsreichen und furiosen Abends, wie ihn das treue Publikum von „Musik auf dem CronenBerg“ selbst in 24 Jahren so wohl noch nie gehört und erlebt hatte. Der Applaus im vollen „CronenBerg-Konzerttempel“ war entsprechend stürmisch – verdienter „Lohn“ der Klassik-Fans für ein wirkliches Musik-Fest…! Zum „Vorfreuen“: Für den 4. April ist ein Konzert mit dem Viatores Quartett, das erst in diesem Jahr den Felix Mendelssohn Bartholdy- Hochschulwettbewerb in Berlin gewann, geplant.

Das Schlagzeug-Duo Salome Amend/Pawel Beljaev und der WoW-Chor werden ihre für das ausgefallene Waldfestival vorgesehenen Auftritte ebenso nachholen wie Matthias Schriefl. Zudem sind eine Veranstaltung im Restaurant „Neuenhof1“ und das MusikKunst-Wochenende auf der Pickbahn Vonkeln in der „CronenBerg“-Reihe vorgesehen. Mehr Infos unter musikaufdemcronenberg.jimdofree.com.