10.05.2024, 14.32 Uhr   |   Juri Lietz   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Finale dahoam“ verloren: RSC-Löwen sind zum Siegen verdammt

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Die RSC-Löwen müssen, wie hier ihre Fans im Europapokal, ein Rollhockey-Feuerwerk abbrennen, um Meister Germania Herringen die „Schale“ 2024 noch zu entreißen. | Archiv-Foto: Odette Karbach

Es sollte ein Rollhockey-Festtag in Cronenberg werden: Am vergangenen Samstag, 4. Mai, wollten die Dörper Cats die deutsche Meisterschaft 2024 einfahren und die RSC-Löwen mit einem Sieg im ersten Play-off-Finale die Weichen dafür stellen. Am Ende gab es lange Gesichter bei den Fans des RSC Cronenberg: Die Dörper Cats gaben „die Schale“ noch aus der Hand (die CW berichtete) und die Löwen kassierten eine Niederlage im „Finale dahoam“: Das Team von RSC-Trainer Jordi Molet unterlag den favorisierten Gästen des SKG Herringen mit 5:9 – damit müssen für den Gewinn der Meisterschaft am Wochenende nun zwei Siege in Herringen her…!

Schon nach fünf Sekunden war es um die Pläne des RSC geschehen: Anstoß SKG, ein Pass zurück, ein Pass vor, ein Distanzschuss – 0:1 durch Lucas Karschau. Und der Kapitän der Nationalmannschaft legte schon in der vierten Minute zum 0:2 nach. Darauf folgte die einzige Phase der ersten Hälfte, in welcher der RSC der Herringer Übermacht gewachsen war: Aaron Börkei traf zum Anschluss, und die Löwen bekamen über zehn Minuten kein Gegentor. Dann schoss Dobbratz für die Gäste das 1:3. Auch hier kam Cronenberg nochmal heran, diesmal durch Lucas Seidler, aber wieder sorgte der SKG vom Anstoß weg für den alten Abstand.

Jetzt brach die Moral der Grün-Weißen: Sie machten es dem Gegner teils zu einfach, wobei aber Herringen einmal mehr seine jahrelange Dominanz im deutschen Rollhockey rechtfertigte: Die Pässe der Westfalen waren punktgenau, die Abläufe reibungslos, die Geschwindigkeit höher. So hatten sie bis zum Ende der ersten Hälfte insgesamt achtmal getroffen. Kaum eigene Chancen, sechs Gegentore innerhalb der letzten zehn Minuten und keine reelle Chance mehr auf den Sieg: Mit einer solchen Bilanz hätten die Löwen wohl den Kopf in den Sand stecken können.

Aber in der zweiten Hälfte bewiesen die Molet-Mannen Moral und Kampfgeist. Tore von Lucas Seidler (26.), Daniel Strieder (38.) und Aaron Börkei (42.) brachten die Tribüne noch einmal in Bewegung. Doch die Germania musste sich kaum mehr mit Angriffen beschäftigen und konnte sich daher umso besser der Cronenberger Angriffe erwehren. Robin Schulz‘ zweites Tor (40.) war schließlich der „Sargnagel“ des Spiels.

RSC: Im zweiten Play-off-Endspiel zum Siegen verdammt

Nach dem 5:9 müssen die RSC-Löwen nun am morgigen Samstag, 11. Mai (18 Uhr), in der Glückauf-Halle in Hamm gewinnen, um ein entscheidendes drittes Finale am Sonntag zu erzwingen. Dieses würde um 16 Uhr ebenfalls in Glückaufhalle an der Schachtstraße 6 in Hamm gespielt werden. Die Rollhockey-Damen von Bison Calenberg haben jedenfalls vorgemacht, dass das kein Ding der Unmöglichkeit ist…!

RSC-Löwen: Geisler, Mertens – Aa. Börkei (2), Seidler (2), Strieder (1), Köhler, Drübert, Bernadowitz, Trimborn, Ad. Börkei