12.05.2024, 15.40 Uhr   |   Juri Lietz   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Löwen unterliegen knapp: RSC ist „Rollhockey-Vizekusen“ 2024

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Die Pechsträhne der Löwen des RSC Cronenberg hält an: Nach dem DRIV-Pokal 2024 ging nun auch das Finale der deutschen Rollhockey-Meisterschaft verloren. Nach dem 5:9 im Heim-Endspiel (die CW berichtete) unterlag das Team von RSC-Trainer Jordi Molet am gestrigen Samstag, 11. Mai, auch im zweiten Play-off-Finale beim SK Germania Herringen mit 2:3 (2:2) – damit hat das Team aus Hamm seine sechste Meisterschaft in Folge gewonnen.

RSC-Trainer Jordi Molet hatte seine Mannschaft nach dem enttäuschenden 5:9 im Hinspiel vor einer Woche gut eingeschworen. Vom Anpfiff weg zeigte sie Tempo und Entschlossenheit – ein ganz anderer Auftritt als zuletzt. Und so gab Daniel Strieder mit seinem Tor zum 0:1 schon in der ersten Minute den Takt vor. Doch der Serienmeister spielte mit: Stets wurde Germanen-Kapitän Lucas Karschau gesucht, ohne den in Herringen noch nie viel ging. Seine Schüsse aus der zweiten Reihe wurden aber unter dem Jubel der RSC-Fans immer wieder geblockt.

Dennoch drehte die Germania das Spiel: Ihre gnadenlose Effizienz vor dem Tor wurde von zwei kleinen Fehlern (6./11.) in der RSC- Verteidigung begünstigt – damit stand es 2:1 für die Gastgeber. Löwen-Torwart Leon Geisler mahnte seine Vorderleute zur Haltung. Das ging auf: Während der SKG bis zur Pause bei wenigen Chancen nicht mehr treffen sollte, glichen die Löwen durch einen schönen Distanzschuss von Marco Aleixo zur Pause aus (20.). Im zweiten Abschnitt nahm die Spannung minütlich zu. Beide Teams spielten weiter mit hoher Geschwindigkeit, beide hatten Gelegenheiten.

Nachdem einer der vielen Karschau-Schüsse in der 35. Minute einen Weg durch die Cronenberger Schienbeinschoner zum 3:2 gefunden hatte, musste der RSC in der verbleibenden Viertelstunde treffen. So boten sich Räume für die Gegner – Ergebnis: Bald hatte Grün-Weiß die zehn Teamfouls voll, doch Löwen-Keeper Geisler hielt den fälligen Direkten (49.). Der RSC belagerte nun den Hammer Strafraum. Eineinhalb Minuten vor Schluss kassierte Aleixo wegen eines Fouls an der Bande Blau – die letzten Sekunden des Finals mussten also in Unterzahl bestritten werden.

Vier Endspiele verloren: RSC ist in dieser Saison „Vizekusen“

Ein vierter Feldspieler kam für Keeper Geisler, doch trotz guter Chancen fiel das Tor zur Verlängerung nicht mehr. Ob bei den Rollhockey-Damen oder den RSC-Löwen, ob in der Meisterschaft oder im Pokal: In allen vier Wettbewerben zogen die Teams des RSC Cronenberg jeweils in den Finals den Kürzeren – „Vizekusen“ ist in dieser Saison 2023/24 also Rollhockey-Cronenberg…! Aber Bayer Leverkusen macht in der aktuellen Fußball-Saison ja vor, dass es irgendwann ganz anders laufen kann…!

RSC-Löwen: Geisler, Modrzewski – Strieder (1), Aleixo (1), Aa. Börkei, Ad. Börkei, Köhler, Drübert, Seidler, Trimborn