25.02.2025, 19.28 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Ausquartierte KiTa Küllenhahn: Hoffnung auf Rückkehr im Sommer

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Nach Bauschäden seit inzwischen über einem Jahr verwaist: der evangelische Kindergarten Küllenhahn der Diakonie Wuppertal. | Foto: Meinhard Koke

Mehr als ein Jahr ist es her, dass die CW schrieb: „Haarrisse & Senkungen: KiTa Küllenhahn sicherheitshalber raus“. An Wänden der Einrichtung der Diakonie Wuppertal an der Küllenhahner Straße 11 waren Haarrisse festgestellt worden, in einem Flur war der Boden abgesackt – die rund 50 Kinder der beiden Küllenhahn-Gruppen und das Betreuungspersonal wurden aus Sicherheitsgründen schnell ausquartiert und in der Südstadt untergebracht. Da es zuvor lang anhaltenden Regen gegeben hatte, wurde befürchtet, der Hang zur benachbarten Landesstraße 418 könnte abgesackt sein – die KiTa Küllenhahn liegt nur wenige Meter von einer steilen Böschung zur L418 entfernt. Statiker des Landesbetriebs Straßen.NRW rückten aus – die Hangrutsch-Befürchtung erwies sich aber als unbegründet.

Versicherung verweigert Regulierung von Schaden

Die Ursache fand sich vielmehr unter dem KiTa-Gebäude: „Unüblicherweise“, so erläutert mit Marion Grünhage die Co-Geschäftsführerin aller Diakonie-KiTas, verlaufen hier Regenwasserrohre – und die verursachten nach den massiven Regenfällen zuvor im Dezember 2023 Ausspülungen unter dem Gebäude. Die Ursache war damit gefunden, die Bahn für eine Sanierung allerdings längst nicht frei. Denn: Die Versicherung stellt sich quer, den Schaden von etwa 250.000 Euro zu regulieren, berichtet Diakonie-Geschäftsführerin Grünhage.

Konsequenz: Die Sanierung konnte nicht beginnen, Kinder und Erzieher mussten das zweite Weihnachten in ihren Interims-Unterkünften in der KiTa Holzer Straße beziehungsweise in der Christuskirche verbringen. Während juristische Auseinandersetzungen mit der Versicherung laufen, werden die KiTa-Kinder auch die kommenden Monate ausquartiert bleiben. Allerdings ist am Ende des Tunnels Licht: Die Diakonie hofft, dass die KiTa zum neuen Kindergarten-Jahr im August an die Küllenhahner Straße zurückkehren kann.

Hoffnung auf Fördergelder

Ein Antrag auf Fördergelder für die Sanierung sei gestellt, der Architekt sei startklar – „es ist unser größter Wunsch, dass die Sanierung zum Sommer fertig werden wird“, hofft Marion Grünhage, dass die KiTa-Kinder Weihnachten 2025 an der Küllenhahner Straße feiern können…