03.03.2025, 17.16 Uhr | Redaktion | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
RSC-Löwen: Würdiger Abschied aus dem Rollhockey-Europacup
Unter anderem Niko Morovic und Lucas Seidler sorgte dafür, dass sich der RSC Cronenberg gegen Follonica Hockey mit erhobenem Haupt aus dem Rollhockey-Europacup verabschiedete. | Archiv-Foto: Odette Karbach
Auf ein Rollhockey-Wunder zu hoffen, hätte an Fantasterei gegrenzt: Nach dem 0:11 im Hinspiel (die CW berichtete) ging es für die Löwen des RSC Cronenberg am vergangenen Samstagabend, 1. März, gegen Follonica Hockey in erster Linie um Schadensbegrenzung. Nicht nur aber das haben die Cronenberger im Europacup-Rückspiel geschafft. Bei der 3:7-Niederlage (1:4) verabschiedete sich das Team von RSC-Trainer Jordi Molet auch mit erhobenem Haupt von der europäischen Bühne.
Zunächst dachten die rund 250 Rollhockey-Fans in der Alfred-Henckels-Halle aber sicherlich, dass die Grün-Weißen von den italienischen Profis erneut eine Packung eingeschenkt bekommen würden: Kaum war die Partie an der Ringstraße angepfiffen, da schossen die Pagnini-Brüder Marco und Federico die Azzurri auch schon mit einem Dreierpack in Führung (2./4.). Nach einer Auszeit von Löwen-Trainer Molet berappelten sich die Dörper Gastgeber. In der Folge kam Cronenberg sogar zu Chancen, die der Follonica-Keeper Leonardo Barozzi jedoch zunächst allesamt entschärfte.
Überraschung möglich? Löwen arbeiteten sich auf 3:5 heran
In der 18. Minute erhöhten die Gäste dann auf 0:4, doch die Löwen hielten den passenden Schub für die Moral bereit: Nur 30 Sekunden nach dem vierten Follonica-Treffer netzte Lucas Seidler zum 1:4-Pausenstand für die Löwen ein (19.). Kurz nach Wiederanpfiff legten die Molet-Mannen den nächsten Moral-Schub nach: Bereits in der zweiten Minute des Schlussabschnittes besorgte Thomas Köhler das 2:4 für die Gastgeber – sollte an diesem Abend vielleicht eine Überraschung möglich sein?
Die Hoffnung darauf bekam fünf Minuten später mit dem fünften Treffer von Follonica zwar einen Dämpfer (32.). Doch die Grün-Weißen bewiesen weiter Moral: Noch in derselben Minute brachte Niko Morovic seine Löwen auf 3:5 heran. Die Italiener aber ließen nichts anbrennen: Postwendend stellten die Gäste mit ihrem sechsten Treffer den Drei-Tore-Abstand wieder her (33.). In der Schlussviertelstunde schafften es die Cronenberger dann nicht mehr, den Abstand noch einmal zu verkürzen.
Allerdings: Mehr als den siebten Treffer zum 3:7-Endstand (37.) ließen die RSC-Löwen auch nicht mehr zu. Die Molet-Mannschaft trat erwartungsgemäß wieder von der internationalen Bühne ab, immerhin aber mit einem achtbaren Ergebnis. Und auch wenn es nur für ein (Heim-)Spiel reichte, die Sport-Fans in ganz Wuppertal werden sich gefreut haben, mal wieder Europacup-Luft geschnuppert zu haben…!





