04.03.2025, 20.48 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

OB-Wahl: SPD nominiert Dörper Bürgermeisterin Miriam Scherff

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Servet Köksal (li.) und Benjamin Thunecke gaben die Nominierung von Miriam Scherff als Kandidatin der SPD Wuppertal für die Oberbürgermeister-Wahl 2025 bekannt. | Foto: Meinhard Koke

Robert Daum, Hermann Herberts, Hans Kremendahl und Peter Jung – vier Cronenberger waren nach dem 2. Weltkrieg Oberbürgermeister von Wuppertal. Stellt das Dorf ab Mitte September zum fünften Mal ein Stadtoberhaupt, und wird es noch dazu erstmals eine Cronenbergerin sein? Die Chancen darauf stehen nach dem heutigen Dienstagabend, 4. März, ein Stück günstiger: Nachdem in der vergangenen Woche bereits die Cronenberger Grünen-Ratsfrau und 3. Wuppertal-Bürgermeisterin Dagmar Liste-Frinker ihren Hut in den Ring warf (die CW berichtete in ihrer letzten Ausgabe), nominierte die SPD Wuppertal am Abend die Dörper Bezirksbürgermeisterin Miriam Scherff als OB-Kandidatin für die Kommunalwahl im September. 

Ein Parteitag der Wuppertaler SPD muss dem Vorschlag der Findungskommission und des Unterbezirksvorstandes am 22. März noch zustimmen. Wie Servet Köksal, der stellvertretende Vorsitzende der Wuppertaler Sozialdemokraten, und Benjamin Thunecke, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, erläuterten, sei die Scherff-Nominierung in den Gremien einstimmig erfolgt. Man habe eine Person gesucht, die ebenso über eine starke Verankerung in Wuppertal verfügt wie neue Wählerschichten erschließen könne und kommunalpolitische Kompetenzen besitzt: „Wir denken, dass wir mit Miriam Scherff eine Kandidatin gefunden haben, mit der wir alle diese Punkte erreichen.“

Jung, aber mit viel Polit-Erfahrung: „Scherff schon mit vier Jahren am SPD-Infostand…“

Benjamin Thunecke ergänzte, dass man mit Miriam Scherff eine Kandidatin habe, die – ebenso wie der wiedergewählte Bundestagsabgeordnete Helge Lindh – dafür steht, was sie sagt: „Das werden wir den Menschen nahebringen…“ Miriam Scherff sei zwar mit 35 Jahren noch sehr jung, besitze aber bereits elf Jahre politische Erfahrung als zunächst Bezirksvertreterin, seit der Wahl 2020 als Cronenberger Bezirksbürgermeisterin und seit April 2024 zusätzlich als Vorsitzende der Wuppertaler SPD. Seit Dezember ist die Cronenbergerin zudem Mitglied des Stadtrates. „Man munkelt, dass sie schon mit vier Jahren erstmals an einem SPD-Infostand dabei war“, umriss Servet Köksal „launig“ die langjährige Polit-Expertise der Nominierten – der Hintergrund: Miriam Scherffs verstorbener Vater Dieter war ebenfalls Vorsitzender SPD Cronenberg sowie Mitglied der Dörper Stadtteilparlamentes. 

„Ich bin von ganz tiefem Herzen Wuppertalerin“, erklärte Miriam Scherff zu ihrer Kandidatur: „Ich habe große Lust, mit den Menschen Wuppertal so zu gestalten, dass unsere Bürger die Stadt als lebenswert empfinden.“ Mehr zu der Scherff-Nominierung in der nächsten gedruckten Ausgabe der CW.