26.03.2025, 19.17 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Weniger allein, mehr zusammen: Start zu „Plauderbänke“-Initiative

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Katja Hausmann und Ehemann Markus haben die Cronenberger „Plauderbank“-Initiative ins Leben gerufen – auch die Bank, auf der sie auf dem „Platz für alle“ sitzen, könnte dabei künftig zu einem Plausch einladen… | Foto: Meinhard Koke

Die Tage für Sonnenbäder auf der Bank sind aktuell gezählt: Die Temperaturen sind zurück im Keller – da musste man oder frau sich schon warm anziehen für eine Bank-Pause…! Von der „Frühlingsdelle“ lassen sich Katja und Markus Hausmann keinesfalls von ihrer Idee abbringen: Das Cronenberger Ehepaar möchte das Bank-Sitzen kultivieren und sogenannte „Plauderbänke“ in Cronenberg initiieren. 

Die Idee dazu stammt aus England: Seit 2018 sind hier bereits Hunderte von sogenannten „Chat Benches“ eingerichtet worden. Als Orte, um Einsamkeit und soziale Isolation von Menschen durch ungezwungene Gespräche zu mindern, laden die speziell gekennzeichneten öffentlichen Sitzmöbel dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ob in Berlin, Hannover, Oldenburg oder Langenfeld, Bergisch-Gladbach und, und, und – auch in Deutschland sind inzwischen immer mehr und mehr Parkbänke zu Plauderbänken geworden – nun möchten Katja und Markus Hausmann auch Cronenberg zu einem Punkt auf der „Plauderbank“-Landkarte machen.

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„Bank-Plaudern auch als Prävention…“

„Ich finde es schön, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen“, erklärt die gelernte Sozialpädagogin Katja Hausmann, die als Märchenerzählerin sowie durch sogenannte „Erzählsteine“ bundesweit bekannt ist, ihre Motivation zu der Cronenberger „Plauserbänke“-Initiative. Ehemann Markus, als Inhaber der Amboß-Apotheke schon von Berufs wegen der Gesundheit verpflichtet, ergänzt, dass „Plaudern“ auch ein Stück weit Prävention sei: „Im Alter verschlechtert sich das Hörvermögen auch dadurch, wenn man nur wenig spricht…“

So ganz neu ist die Hausmann-Idee nicht: Viele Jahre waren die Bänke am Hammerschmied-Denkmal an der Krings Ecke inoffizielle „Plauderbänke“ – durch das Ableben einiger „Protagonisten“ ist die „Dorftrommel“ in der Ortsmitte jedoch merklich leiser geworden… Um ihr wieder einen neuen Schub zu geben, haben Katja und Markus Hausmann nun den Cronenberger Heimat- und Bürgerverein oder auch den Verein Kulturschmiede Cronenberg angesprochen – ob am Ehrenmal, vor dem CHBV-Haus, in der Hütte oder auch am Schleifstein-Denkmal, dem Platz für alle und am Zentrum Emmaus, gleich mehrere Cronenberg-Bänke sind im Visier, um Cronenberger miteinander ins Gespräch zu bringen.

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Wer macht mit? Starttreffen von Plauderbank-Initiative am 5. April

Die Umsetzung kann dabei ganz einfach sein: Zwar gibt es „Plauderbänke“ mit spezieller Sitzanordnung, allerdings reicht schon ein simpler Aufkleber, um eine gewöhnliche Parkbank als „Plauderbank“ auszuweisen… Wer dabei mithelfen möchte, vielleicht weitere Bank-Vorschläge hat, ist zu einem Auftakttreffen für die Dörper „Plauderbank“-Initiative herzlich willkommen: Katja und Markus Hausmann laden am 5. April um 11 Uhr zu einem Starttreffen in die Kulturschmiede Cronenberg An der Hütte 3 ein. Interessierte können sich bei der Initiatorin auch gerne per Telefon unter 01 72 / 15 62 293 melden.

Wer für einen Bankplausch offen, aber zugleich „Warmduscher“ ist, muss übrigens keine Befürchtungen haben: „Nicht bei Regen und nicht unter zehn Grad“ lauten die beiden „Plauderbänke“-Grundregeln, unterstreicht Katja Hausmann, und das Handy sollte sowieso in der Tasche bleiben – als Signal für Gesprächsbereitschaft…!