28.04.2025, 15.36 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

BürgerInnenbudget 2025: Ideen fürs CW-Land hoffen auf Stimmen

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| Quelle: Stadt Wuppertal

Zum fünften Mal wird in Wuppertal ein BürgerInnenbudget vergeben: Insgesamt 210.000 Euro haben die Stadt sowie die Kooperationspartner Gemeinschaftsstiftung für Wuppertal, BARMER sowie KNIPEX dafür zur Verfügung gestellt. Nachdem im Frühjahr gemeinwohlfördernde Projektideen, die im öffentlichen Raum innerhalb von zwei Jahren für maximal 50.000 Euro umgesetzt werden können, eingereicht werden konnten, läuft aktuell die Abstimmungsphase: Bis 11. Mai können online unter talbeteiligung.de aus den eingereichten 135 Projekten die „TOP 100“ bestimmt werden. Unter den zur Auswahl stehenden Ideen sind sieben aus beziehungsweise für Cronenberg: 

| Weihnachtliches Sudberg
So möchte der Bürgerverein Sudbürger für den Dörper Ortsteil eine festliche Weihnachtsbeleuchtung anschaffen. Geplant sind circa 15 dekorative Lichtelemente für etwa 5.000 Euro, die Straßen und Plätze am Sudberg zur Adventszeit mit warmem Licht erfüllen sollen.

| Fahrrad-Repair-Stationen
Ideengeberin Nadja möchte derweil, dass an der Sambatrasse zwei Fahrrad-Reparatur-Stationen eingerichtet werden. Die Kosten dafür veranschlagt sie auf etwa 4.800 Euro. Zudem hat sie die Aufstellung einer dritten Reparatur-Station im Von der Heydt-Park am Friedenshain als Projektidee eingebracht.

| NaturFreude-Spielplatz
Christel Longrée vom städtischen Beirat der Menschen mit Behinderung schlägt indes vor, dass aus dem BürgerInnenbudget-Topf für rund 15.000 Euro der Spielplatz am NaturFreunde-Haus Cronenberg barrierefrei ertüchtigt werden solle. Da bereits das NaturFreunde-Haus barrierefrei zu einer Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderung aller Altersgruppen umgestaltet wird, soll auch der Spielplatz am Greuel 27 für Kinder mit Behinderung nutzbar gemacht werden. Unter anderem soll der Sandkasten ebenerdig umgebaut und eine Nestschaukel aufgestellt werden.

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| Reparatur von Hofe-Bolzplatz
Auch Harald Lindemanns Herz schlägt für die Dörper Kinder: Er hat die Reparatur des Bolzplatzes Am Hofe für das Budget 2025 vorgeschlagen. Dieser ist seit Monaten wegen Schäden im Kunstrasen gesperrt, eine Reparatur ist laut Stadt aus finanziellen Gründen nicht absehbar – die Kosten werden auf 70.000 Euro geschätzt. Zuletzt hatten Kinder des Kinder- und Jugendhauses Cronenberg rund 350 Unterschriften für die Wiederöffnung des „Affenkäfigs“ gesammelt (die CW berichtete).

| Südstadt-Ideen
Für die Südstadt steht – neben der Fahrrad-Reparatur-Station im Von der Heydt-Park – eine zweite Idee zur Wahl: Darius Frye möchte – nach dem Vorbild des Ölbergfests – ein Südstadtfest für das Quartier zwischen Johannisberg und Freudenberg initiieren. Dieses soll die Südstadt als Sozialraum und Stadtteil mit eigener Identität stärken und alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Fest am Ölberg stattfinden – da am Ölberg wieder 2026 gefeiert wird, soll also im Jahr 2027 das erste Südstadtfest steigen…

| Pumptrack am Wilhelmring
Auch die Spielplatzinitiative Wilhelmring/Neuenhaus, die sogar schon einmal beim BürgerInnenbudget erfolgreich war (die CW berichtete ebenfalls), ist wieder mit einer Idee vertreten: Die Initiative möchte den Spielplatz am Neusiedlerheim mit einer modernen Pumptrack-Anlage für Fahrräder, Skateboards und Roller ausstatten sowie den maroden Bolzplatz zu einem Kunstrasenplatz umgestalten. Die Kosten von bis zu 100.000 Euro sollen – neben dem Bürgerbudget – durch ehrenamtliches Engagement und Kooperationen mit Unternehmen aufgebracht werden.

| Wickelboards in Wuppertal
Nicht zuletzt bittet der Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) um Unterstützung für das Projekt „Kindgerecht im Freien wickeln“: CHBV-Mitglied Julia Strycker hat schließlich die Idee zur Anschaffung und Aufstellung von zehn Wickelboards in ganz Wuppertal für das Bürgerbudget eingebracht…

Infos zum BürgerInnenbudget 2025

Eine Übersicht mit allen 135 Projektideen zum BürgerInnenbudget 2025 kann online via talbeteiligung.de aufgerufen werden – hier ist auch die Abstimmung möglich. Nach Ende der digitalen Abstimmungsphase am 11. Mai findet am 27. Mai der Gemeinwohlcheck statt: Dabei werden Interessierte in der Gesamtschule Barmen darüber beraten, welche der Ideen am stärksten zum Gemeinwohl beitragen. Nach Prüfung dieser Ideen durch die Stadt findet vom 28. August bis zum 18. September die zweite finale Abstimmungsphase statt, in deren Rahmen die Gewinnerprojekte gewählt werden.