19.05.2025, 12.46 Uhr | Redaktion | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
RSC-Löwen: Kein Doppel-Double, aber dennoch eine Glanzsaison
Nach der zweiten Play-Off-Niederlage um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft 2025 bei Germania Herriungen gab es zwar keine Sektdusche von Daniel Baukloh-Lusebrinck (hi.): Löwen-Trainer Jordi Molet kann aber dennoch voll zufrieden mit der Saison 2024/25 der Rollhockey-Herren des RSC Cronenberg sein | Archiv-Foto: Odette Karbach
Die Löwen des RSC Cronenberg haben es nicht geschaftt, die Meisterschafts-Entscheidung noch einmal zu drehen: Nach der 3:7-Niederlage im Heim-Finale brauchten die Grün-Weißen am vergangenen Samstag 17. Mai, einen Sieg im zweiten Endspiel bei der SK Germania Herringen, um nach dem Modus „Best of Three“ ein entscheidendes drittes Finale zu erzwingen. Die Überraschung blieb aus: Der Titelverteidiger aus Hamm behielt mit 6:1 (1:0) schlussendlich klar die Oberhand und verlängerte damit sein „Abo“ auf die „Schale“.
Vor über 500 Zuschauern in der Herringer Glückauf-Halle präsentierte sich das Team von RSC-Trainer Jordi Molet voll motioviert, die Wende in den Play-Off-Finals noch zu schaffen: Die RSC-Löwen starteten aggressiv, um die Hausherren gar nicht erst zum Zuge kommen zu lassen. Das klappte auch bis zur 17. Minute, doch dann gingen die Germanen in Führung. Immerhin: Im Gegensatz zum Heimfinale ließen die Cronenberger nichts mehr zu, sodass mit dem knappen Rückszand zur Pause noch alles offen war. Der zweite Abschnitt war kaum zwei Minuten alt, da verpasste Lucas Karschau den Löwen-Ambitionen mit dem 2:0 einen Dämpfer. Als der Herringen-Kapitän in der 39. Minute den dritten Treffer nachlegte, stellte Karschau die Weichen auf Meisterschaft – und damit auf einen gelungen Abschied seines kongenialen Bruders Kevin sowie von Urgestein Robin Schulkz. Der versüßte sich selbst sein Abschiedsspiel, indem er in der 48. Minute auf 4:0 erhöhte.
Im Gegenzug kamen die Löwen zwar durch Daniel Strieder zum mehr als verdienten Ehrentreffer (49.). Auch wenn Jordi Molet dann noch seinen Keeper aus dem Tor nahm und einen sechsten Feldspieler auf die Bahn schickte – es reichte nicht mehr für die Cronenberger. Im Gegenteil: In der Schlussminute fingen sich die Molet-Mannen zwei weitere Gegentreffer. Der 1:6-Endstand fiel dann zwar zu hoch aus, die siebte Meisterschaft der Herringer in Folge war jedoch insgesamt voll verdient – Gratulation nach Hamm dazu!
Wie in alten Glanzzeiten: Drei Titel, eine Vizemeisterschaft
Zumal Jordi Molet und seine Löwen sich nicht nur mit der Vizemeisterschaft trösten können: Am letzten März-Sonntag hatten die Dörper Rollhockey-Herren ja den Pokalsieg 2025 ins Dorf geholt – zusammen mit dem Double 2025 der Dörper Cats schafften die Cronenberger zuletzt im Jahr 2011 ein derart erfolgreiche Saison! Und nachdem sie im vergangenen Jahr zum „Vizekusen“ im deutschen Rollhockey avancierten, knüpfen sie in diesem Jahr mit drei Titeln und der Vizemeisterschaft an alte Glanzzeiten an: Ob sie es möchten oder vielleicht auch nicht, der RSC darf sich wieder als der „FC Bayern“ im Rollhockey-Oberhaus fühlen – Gratulation auch dazu an die Ringstraße…!
RSC-Löwen, dt. Pokalsieger/dt. Vizemeister 2025: Leon Geisler, Alexander Modrzewski – Thomas Köhler, Daniel Strieder, Lu. Seidler, Aa. Börkei, Alexander Ober, Niko Morovic, Tom Drübert, Ad. Börkei.





