16.07.2025, 14.38 Uhr   |   Marion Heidenreich   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Sudbürger-Abend zur BUGA 2031: „Lasst uns Chancen säen…!“

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Sudbürger-Vorsitzender Gerrit Langefeld (re.) mit seinen BUGA-Gästen: Susanne Brambora-Schulz, Martin Bang und Holger Bramsiepe (li.). | Foto: Marion Heidenreich

Ein hochkarätiges Terzett hatte der Bürgerverein Sudbürger zur geplanten Bundesgartenschau (BUGA) 2031 in Wuppertal eingeladen: Susanne Brambora-Schulz, Geschäftsführerin der BUGA-Gesellschaft, Martin Bang, Geschäftsführer Stadtmarketing Wuppertal, und Holger Bramsiepe, der Vorsitzende des BUGA-Fördervereins, erläuterten in der Nikodemuskirche den aktuellen Planungsstand. Bei der Vorstellung der drei geplanten BUGA-Areale im Wuppertaler Westen wurde deutlich: Der Fokus liegt auf einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadtentwicklung weit über 2031 heraus. Dabei räumten die BUGA-ExpertInnen auch mit einigen „Verschwörungstheorien“ auf. Besonderes Interesse galt dabei natürlich den Arealen in Cronenbergs unmittelbarer Nachbarschaft.

„Wupperpforte“ Königshöhe

Auf der Königshöhe soll über den „Wald der Zukunft“, die Folgen des Klimawandels und die zeitgemäße Forstwirtschaft informiert werden. Zusammen mit dem Forstamt wird dafür geprüft, welche Wald-Pflegemaßnahmen zum Schutz des Erholungswaldes notwendig sind. „Wir haben noch gar keinen Plan, was oder ob da gefällt werden muss“, unterstrich Susanne Brambora-Schulz. Als ein besonderes Highlight ist von der Königshöhe „die längste urbane Hängebrücke“ zur Königshöhe geplant. Bislang verliefen die Planungen für den rund 800 Meter langen „Brückenschlag“ recht positiv, zeigte sich Brambora-Schulz optimistisch.

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„Grüner Zoo“

Als Verbindung zum zweiten BUGA-Areal an Cronenbergs Grenze soll die Seilbahn von der Königshöhe über die Mittelstation an der Sambatrasse hinunter ins Zooviertel dienen. Ein Novum in der 70-jährigen BUGA-Geschichte soll die Eingliederung des Grünen Zoos sein. Der 150. Zoo-Geburtstag im Jahr 2031 ist sicherlich ein Grund mehr, im Rahmen der BUGA hier über zeitgemäße, artgerechte Zootierhaltung und Verantwortung für Arterhaltung und -schutz zu informieren. Größte Neuerung im Zoo wird – neben dem zusätzlich geplanten Eingang an der Seilbahn-Mittelstation in Höhe des Löwengeheges – das neuangelegte Elefanten-Gehege sein. Das in der Seilbahn-Talstation integrierte Parkhaus mit 450 Stellplätzen soll zudem die aktuell angespannte Parkraum-Situation im Zooviertel langfristig verbessern.

Riesenchance für Wuppertal

Mit Blick auf die für ein solches „Mammutprojekt“ vielfach als recht kurz empfundene Zeitspanne für die Umsetzung zeigten sich die drei BUGA-Vertreter sehr entspannt: „Unter Druck entstehen Diamanten.“ Im Hinblick auf Natur- und Artenschutzmaßnahmen stellte BUGA-Geschäftsführerin Brambora-Schulz klar: „Besonders schützenswerte Arten in den Arealen behalten ihre Biotope“, nur im Notfall sollen geschützte Arten auf Kompensationsflächen umgesiedelt werden. Neben der Sanierung angrenzender Bauwerke, wie dem Von der Heydt Turm auf der Königshöhe, sollen im Rahmen der BUGA auch mehr als 3.000 Veranstaltungen stattfinden, in denen sich die Wuppertaler Stadtgesellschaft, Vereine sowie Kultur- und Kunstszene präsentieren können. Auch für Cronenberg sei die BUGA damit „eine große Chance“, so Stadtmarketing-Chef Bang, durch Steigerung der urbanen Lebensqualität und des „Wir-Gefühls“ werde die BUGA den Wirtschaftsstandort Wuppertal insgesamt für Investoren attraktiver machen. Auf der anderen Seite: Ohne BUGA und ihre Fördermittel seien viele der geplanten städtebaulichen Elemente für Naherholung, Sport und Freizeit nicht möglich…

Infos & BUGA-Lokal

Mehr Informationen und den aktuellen Planungsstand der BUGA 2031 sind im Netz unter www.bugatal2031.de abrufbar oder auch dienstags und donnerstags jeweils von 12 bis 18 Uhr im BUGA-Lokal am Kaiserplatz in Vohwinkel zu erfahren. Bisherige CW-Berichte zur geplanten BUGA sind hier online aufrufbar.