17.07.2025, 16.50 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

GCU-Besuch: Die Wuppertaler Oper – vor und hinter den Kulissen!

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In der Don Giovanni-Kulisse: Opern-Intendantin Rebekah Rota (vo. li.) mit Vorsitzender Antonella Lo Bue (vo. re.) und den weiteren GCU-Gästen. | Foto: Meinhard Koke

Das Ziel der alljährlichen Tour der Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen (GCU) lag diesmal quasi vor der Haustür. Den Besuch des Wuppertaler Opernhauses hatte GCU-Vize Dr. Andreas Groß nicht ohne (Hinter-)Grund „eingefädelt“: Bei der Einweihung eines neuen Produktions-/Bürogebäudes der Berger-Gruppe hatte es unter der Überschrift „Robotik meets Oper“ im letzten Dezember außergewöhnliche musikalische Intermezzi gegeben (die CW berichtete) – nach dem „Gastspiel“ in der Kohlfurth empfing Opern-Intendantin Rebekah Rota die GCU gern zu einem „Gegenbesuch“ an der Kurt-Drees-Straße.

Ouvertüre: Ausgedehnter Blick hinter die Kulissen

Der Besuch einer Aufführung der aktuellen Inszenierung von Claudia Isabel Martin der Mozart-Oper „Don Giovanni“, dirigiert von Generalmusikdirektor Patrick Hahnhöchstpersönlich, war dabei „nur“ das „Finale furioso“ der GCU-Jahrestour. Zuvor durften die rund 25 Cronenberger Unternehmerinnen und Unternehmer hinter die Kulissen des Musentempels schauen: In zwei Gruppen führten Intendantin Rota sowie Mario Engelmann, der Technische Leiter der Oper, die Cronenberger Gäste durch das Haus. Dabei ging es ebenso in die Katakomben, wo zum Beispiel die neuen Hochwasser-Spundwände zu sehen waren, welche die Oper vor einer Überflutung wie im Jahr 2021 schützen sollen, als hier ein Schaden von 13 Millionen Euro entstand. Anderes Beispiel für die ungeahnten Dimensionen des Kulturbetriebs am Engelsgarten ist die Notstromanlage: Diese versorgt unter anderem die 1.500 Fluchtwege-Displays im Fall der Fälle weiterhin mit „Saft“, sodass man in dem Gewirr“ aus rund 430 Räumen auch im Notfall herausgeleitet würde…

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„Eiserner Vorhang“: In der Oper weiterhin von Bestand

Der „Eiserne Vorhang“ ist mit dem Ende des Kalten Krieges in den 1990er-Jahren gefallen? Falsch, wie die GCU-Gruppe erfuhr, verrichtet der Eiserne Vorhang im Opernhaus weiterhin seinen Dienst, und zwar als auf- und abfahrbare Brandschutzwand zwischen Bühne und Zuschauerbereich. Nicht nur ob der Dimensionen des Opernbetriebs, die sich etwa beim Besuch des Fundus‘ (bitte nicht Anfassen!) oder auch der Maske, wo zum Beispiel aufwändigst Echthaarperücken gefertigt werden, konnte den Cronenberger Gästen „schwindelig“ werden: Auch der Bühne „unters Dach“ zu steigen, um etwa das für Laien kaum zu durchschauende Wirrwarr des Schnürbodens kennen zu lernen, war für Nicht-Schwindelfreie eine gewisse Herausforderung. Und auch eine in Sachen Kondition: Beim Treppenaufstieg in 22 Metern Höhe erinnerte sich mancher vielleicht an eine Turmbesteigung der Reformierten Kirche…

„Finale furioso“ mit Mozart-Oper

Rund anderthalb Stunden nahmen sich Intendantin Rota und Technik-Leiter Engelmann Zeit für die „Ouvertüre“ und um alle Fragen zugewandt zu beantworten – im Anschluss gab es eine stärkende „Verschnaufpause“, welche das Opernhaus-Bistro „Engels“ lecker „versüßte“, bevor dann mit der Don Giovanni-Aufführung „der Vorhang“ für den GCU-Ausflug fiel. Ob das Mozart-Werk nun den (Musik-)Geschmack traf oder auch nicht – im Bemühen, ein neues Publikum für das Opernhaus zu begeistern, hatten Rebekah Rota und Technikchef Engelmann mit ihrer einladenden Art sicherlich bei dem einen oder der anderen vorhandene Vorbehalte kräftig abgebaut…

Mehr zur Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen findet sich online unter gcu-ev.de.