31.07.2025, 17.04 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Eine Bereicherung…!“: CFG-Septett beim EU-Jugendparlament

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In der Kulisse des „Europaturms“ des Schulzentrums Süd: CFG-Betreuer Johannes Redetzky (li.) mit vier der sieben CFG-SchülerInnen, die an der luxemburgischen Auswahlkonferenz zum EU-Jugendparlament teilnahmen. | Foto: Meinhard Koke

Aya und Ilayda (beide 16 Jahre alt) sowie die Abiturientinnen Sina und Anika (jeweils 18) weilten in Luxemburg. Das Quartett des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) genoss in dem Großherzogtum aber nicht die ersten Tage der Sommerferien, im Gegenteil: Zusammen mit drei weiteren Fuhlrott-Schülern nahm das CFG-Europateam Mitte Juli an der „Letz’25“ teil, der 12. Nationalen Auswahlkonferenz des Europäischen Jugendparlaments (EYP) Luxemburg. Wie die CW berichtete, waren die von den CFG-LehrerInnen Heike Jülicher-Böker und Johannes Redetzky betreuten SchülerInnen der Europaschule in den Regionalentscheiden für die Nationale EYP-Auswahl berufen worden. Da der deutsche Entscheid in Karlsruhe just in die Zeit der Abiturprüfungen am CFG fiel, nahm das Fuhlrott-Septett  als internationale Delegation an der Konferenz an der Alzette teil – ganz getreu dem Europa-Gedanken…

Erst kaltes Wasser, dann sehr, sehr viel Spaß

Kein Problem für die Küllenhahner JugendparlamentarierInnen, im Gespräch mit ihnen wurde schnell klar: je internationaler, desto lieber… Zwar, so erläutert das Quartett, seien die Regional- Teilnahmen in Trier beziehungsweise Breda (Ilay) ein wenig wie ein Sprung ins kalte Wasser gewesen: Alles war neu, man wusste nicht, was einen erwartet, auch viel Respekt sei im Spiel gewesen, erzählt Ilayda, zumal die „Parlamentssprache“ Englisch ist und die Teilnehmenden nicht nur aus Deutschland, sondern sogar aus der Schweiz oder den USA kamen: „Das hat sich aber schnell gewandelt – man hat einfach mit den Leuten gesprochen, das hat sehr, sehr viel Spaß gemacht…“

Neue Einblicke, neue Ideen, menschlicher Mehrwert

Damit spricht Ilayda für ihre drei Mitstreiterinnen: Allein sprachlich sei die Teilnahme eine sehr gute Sache, findet Sina. Sie erweitere aber nicht nur das Englisch-Vokabular, sondern auch den Horizont: Junge Leute aus ganz Europa zu treffen, das habe auch einen sozialen Aspekt, ergänzen Aya und Sina: Es verschaffe neue Einblicke, beschere neue Ideen und bereichere auch menschlich – „man hat selbst einen Mehrwert davon, wenn man auf Leute aus anderen Ländern trifft“, betont Ilayda: „Das hat mich sehr viel weitergebracht.“ Auch Anika und Sina blicken positiv auf ihre Teilnahme und die Treffen mit „sehr, sehr vielen netten Leuten“ zurück: „Das ist eine Bereicherung, man wächst daran.“

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EU: Völlig normal und mehr Positives

In Zeiten, da die EU vielfach unter Druck ist, da Schlagbäume wieder runtergehen und manche sich weniger Europa als mehr wünschen, scheinen die EU-Jugendparlamentarier des CFG für den Europa-Gedanken geradezu zu brennen: „Als wir geboren wurden, gab es schon die EU – für uns ist sie völlig normal“, betont Anika, dass es schon Probleme gebe und die EU auch nicht unbedingt perfekt sei: „Aber es gibt mehr positive Aspekte.“ Dafür das Bewusstsein zu stärken, das sei eines der Ziele des Europäischen Jugendparlaments: „Es geht um mehr Miteinander, die Schaffung eines Gefühls, dass wir alle Europäer sind“, erklärt Anika, und Sina ergänzt, ein Fokus liege darauf, weniger national als vielmehr international zu denken. Sicher sei die EU sehr groß und entsprechend auch die Probleme, auch müsse man die vielfache Kritik an ihr als hilfreich ernst nehmen, „die Dinge, die gut sind, überwiegen aber“, unterstreicht Ilayda, dass man sich für die EU mehr engagieren und ihre Vorteile und Erfolge sichtbarer machen müsse: „Einiges ist verbesserungswürdig, aber die EU ist ein gutes Konzept“, glaubt auch Anika. „Sie hat viele Vorteile, davon müssen wir die Menschen überzeugen“, ist auch Sina überzeugt. Gerne würde sie mal mit EU-Kritikern diskutieren: „Aber die trifft man eben nicht, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen.“

Austausche und Bildung als Motoren für Europa

Wie für mehr EU-Begeisterung ge- sorgt werden könnte? Das Fuhl- rott-Quartett benennt zwei Garanten: Man werde sicher nicht alle überzeugen können, wissen sie, aber durch Austausch und Bildung komme man von „alten“ (nationalen) Gedanken weg. Die (überzeugten) EU-Jugendparlamentarierinnen des CFG, die in Luxemburg diskutierten, statt in der Ferienhängematte zu chillen, sind dafür wohl beste Beispiele…! Mehr zum Europäischen Jugendparlament findet sich online hier: eyp.de, via Instagram können Interessierte den EU-Jugendparlamentariern des CFG unter instagram.com/cfgoeseyp folgen. Mehr zum CFG ist online derweil hier zu finden: carl-fuhlrott-gymnasium.de.