06.08.2025, 20.05 Uhr   |   Marion Heidenreich   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Im Kaltenbachtal: Ein „pferdestarkes“ Aufräumen nach Fällungen

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Bild im Wald des Kaltenbachtals während der „tierischen“ Aufräumarbeiten. Zu sehen sind Elmar Stertenbrink und Kaltblüter Fusion (re.), Sebastian Rabe (mi.). und Lukas Ringel (li.). | Bild: Marion Heidenreich

Zum Jahreswechsel wurden im Buchenwald zwischen Friedrichshammer und Adelenblick stark geschädigte Buchen gefällt – mit dem Ziel, hier langfristig einen klimastabilen Mischlaubwald zu etablieren. Mit den Fällungen soll zudem das Wachstum von Krone und Wurzelwerk der gesunden Buchen sowie von neuen Bäumen und Strauchwerk gefördert werden. Da allerdings nicht alle gefällten Buchen als Alt- und Totholz im Wald verbleiben können, wurden zwei „tierische“ Aufräumhelfer eingesetzt: Die beiden französischen Kaltblüter Fusion (8 Jahre) und Granit (6) von der Erkrather Fuhrhalterei Stertenbrink holten die auf „handliche“ drei Meter zerlegten Baumstämme mit einem Gewicht von bis zu 150 Kilogramm aus dem Buchenwaldstück am Friedrichshammer.

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Der Einsatz von Rückepferden in der Forstwirtschaft ist in vielerlei Hinsicht ökologisch wertvoll, erklärte Elmar Stertenbrink. Die notwendigen 4,5 Meter breiten Waldschneisen bei einem Maschineneinsatz, der zudem durch Verdichtung die Ökologie und Biodiversität des Waldbodens schädigt, fallen weg, und auch zusätzliche Baumfällungen für den Maschineneinsatz sind unnötig. Aber auch schwere Schäden am bestehenden Baum- und Pflanzenbestand können durch den Pferdeeinsatz vermieden werden – die ungleich wenigeren Pferde können eben bei Hindernissen einfacher ausweichen…

Dabei ist die Arbeit für die Pferde durchaus leicht: Die Hanglage im Kaltenbachtal ist zwar etwas gefährlich, die Topografie hilft aber bei der „Sonntags-Arbeit“ auch mit, erläuterte Pferderücker Stertenbrink: „Müde kriegen Sie die nicht damit…“ Und auch wenn der letzte Einsatz von Rückepferden in Cronenberg – im Jahr 2020 im Burgholz (die CW berichtete) – schon etwas her ist, bekräftigte mit Sebastian Rabe der Forstamtsleiter der Stadt gegenüber der CW: Weiterer pferdestarker Einsatz bei Forstarbeiten sei gewünscht – „sooft es möglich ist, immer wieder gerne…“