08.08.2025, 08.39 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

(Noch) Kein Hochwasserschutz: Bagger-„Besuch“ in der Wupper

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Ein Bagger in der Wupper: Im Bereich Kohlfurth lässt der Wupperverband zunächst eine Schmutzwasserleitung sanieren, bevor hier die Hochwasserschutz-Arbeiten zur „Entschärfung“ einer Biegung des „Bergischen Amazonas“ beginnen können… | Foto: privat

An der Wupper in der Kohlfurth sind die Bagger angerückt. Handelt es sich dabei um die angekündigte „Entschärfung“ der Flusskurve im Rahmen des „Zukunftsprogramms Hochwasserschutz“, welche im Hochwasser-Fall für einen verbesserten Wupper-Abfluss sorgen soll (die CW berichtete)? Nein, erläutert Wupperverband-Sprecherin Susanne Fischer: Für die Maßnahme an der Wupper-Biegung habe der Wupperverband zwar inzwischen den Förderbescheid erhalten. Die Arbeiten würden aber erst kommenden Jahr 2026 umgesetzt.

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Was aktuell in der Kohlfurth begonnen wurde, sind vielmehr Arbeiten an einer Leitung, welche quer durch den Fluss Schmutzwasser vom Regenüberlaufbecken Solingen-Kohlfurth zur Kläranlage Kohlfurth leitet. Diese Leitung sei freigespült worden. Um die Leitung zu schützen, würden die entstandenen „Auskolkungen“ nun durch Steine verfüllt.

Baustellenbereich zuvor abgefischt

Wie Susanne Fischer weiter erläutert, wurde der Bereich der Wupper zuvor abgefischt. Die Arbeiten sollen – je nach Witterung – im August beendet sein. Vor der Laichzeit zum Beispiel von Lachsen ab Oktober müssen die Bagger auf jeden Fall abgerückt sein. Die Befahrbarkeit der Wupper mit Kanus ist in dem Abschnitt weiterhin gewährleistet. Im Zuge der Arbeiten könne das Wasser der Wupper unterhalb der Baustelle allerdings vorübergehend eingetrübt sein.

Mehr zum Wupperverband ist im Netz hier zu finden: www.wupperverband.de.