04.09.2025, 14.39 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Standort Deutschland: VDA-Präsidentin Müller im Knipex Forum

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Auf Einladung von CDU-OB-Kandidat Matthias Nocke (re.) sprach mit Hildegard Müller die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) im „Forum“ der Firma Knipex. Links im CW-Bild Gastgeber Ralf Putsch, der Chef des Cronenberger Weltmarktführers für Qualitätszangen. | Foto: Matthias Müller

Im Rahmen des Kommunalwahlkampfes in NRW lud CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Matthias Nocke Mitte August die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, und interessierte Gäste in das „Forum“ des Cronenberger Zangen-Herstellers Knipex ein. „Gerade die aktuellen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft, besonders im transatlantischen Miteinander, machen dieses Gespräch mit einer profunden Kennerin der Wirtschaft im globalen Wettbewerb branchenübergreifend interessant“, erläuterte Matthias Nocke zu dem Termin an der Oberkamper Straße: Hildegard Müller sei „ein Multitalent und eine Powerfrau“, beschrieb Nocke die VDA-Präsidentin.

Gemeinsamer Plan in Europa

Zum Thema „Die deutsche Industrie im internationalen Wettbewerb“ erklärte Müller, dass sich die Welt mit schneller Dynamik verändere – auch global für die Automobilindustrie. Zusätzlich veränderten sich auch die Arbeitsplätze. Die VDA-Chefin kritisierte im aktuellen wirtschaftlichen Transformationsprozess die Zögerlichkeit, Themen anzupacken: „Das Konzept der überbordeten Regulierung aus Brüssel ist gescheitert.“ Zuerst, so Müller, müsse Europa einen Plan haben, sich einig werden und dann mit einer Stimme sprechen. Es gehe um den Export in verschiedene Absatzmärkte und bessere globale Vernetzung. „Wenn wir hier nicht schnell genug handeln, sind wir bald außen vor“, warnte die VDA-Präsidentin. 

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Automobilindustrie im Wandel

Gerade China und die USA seien riesige Märkte, die für die Transformation 320 Milliarden ausgäben und Stück für Stück einen eigenen Markt für ihre Automobilindustrie aufbauten. Als nicht Zielführend bennnte Müller die Diskussion der zukünftigen Antriebsart: Je nach Bedarf der Länder müsse auf alle Antriebsarten gesetzt werden, „denn jeder sucht für sich das günstigste Auto“, betonte Hildegard Müller. Die deutsche Automobilindustrie produziere mehr als im eigenen Land abgesetzt werden könne. Damit sei der Export überlebenswichtig, zumal hiermit unzählige mittelständische Zulieferer verbunden seien. Zölle allerdings bedeuteten dabei eine zusätzliche Belastung…

Kritik an fehlender Infrastruktur für die Zukunft

Hildegard Müller kritisierte die noch nicht ausreichend vorhandene Ladeinfrastruktur. Dafür machte sie auch eine mangelhafte Kommunikation von Verwaltung und Wirtschaft verantwortlich. Erschwerend wirkten sich die hohen Energiepreise aus. Bei KI und Digitalisierung, so konstatierte die VDA-Präsidentin, habe China Deutschland längst überholt: Beim Zukunfts-Thema „Autonomes Fahren“ und Sicherheit behinderten auch Datenschutzgesetze die Straßenzulassung für solche Fahrzeuge – sowie eine mangelnde Transformations-Bereitschaft…

„Wir kennen das Ende des Weges nicht, bevor wir losgehen“, unterstrich die VDA-Präsidentin, dass alles, was Wachstum schaffen könnte, in den Mittelpunkt gehörte: „Es muss etwas passieren, sonst werden wir abgehängt“, forderte Hildegard Müller für die deutsche Automobilindustrie klare Zukunftsziele sowie Mut zu Transformation und Innovation, um in der Welt (weiterhin) ganz vorne mitspielen zu können… Mehr zum VDA ist im Netz hier zu finden: www.vda.de.