25.09.2025, 13.09 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Musik auf dem CronenBerg“: Komisches Solo mit Katrin Geelvink

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Katrin Geelvink voll in ihrem Element: Die Solistin wusste ihr Publikum in der Reihe „Musik auf dem CronenBerg“ mit ihrem Spiel und ihren Texten launig und unterhaltsam in den Bann zu ziehen. | Foto: Matthias Müller

Immer wieder überrascht die Reihe „Musik auf dem CronenBerg“ ihre Fans mit neuen KünstlerInnen der Extraklasse. Mitte September bewies Katrin Geelvink im Zentrum Emmaus, dass auch bei einem Solokonzert herzhaft gelacht werden darf. Die mit vielen Preisen ausgezeichnete Cellistin, welche sonst als Kammermusikerin brilliert, war auch schon mit Chris Norman und Richard Clayderman auf Tournee und an diversen Cross-over-Projekten beteiligt. Die Rheinland-Pfälzerin besitzt überdies kabarettistisches Talent, welches sie mit ihrem außergewöhnlichen Solo-Programm unter Beweis stellt: Mit einer celloähnlichen „Campanula“ lud Katrin Geelvink in Cronenberg zu „Träum weiter…“ ein. Mit ihrem ganz eigenen Humor und Texten, nicht nur über das Einschlafen, eroberte die Kabarett-Cellistin schnell die Herzen der Zuhörer. Zwischendurch verfiel sie immer wieder in Hamburger oder slawischen Dialekt. Sich selbst begleitend nutzte sie ihr Instrument auch fast wie eine Gitarre.

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Selbst wenn die Texte zuweilen auch etwas „schräg“ wurden oder an Joachim Ringelnatz erinnerten – kein falscher Ton war dazwischen. So zog Geelvink einen weiten Bogen, als sie behauptete, als Königin der Nacht gestartet und als Dornröschen gelandet zu sein – die Zuhörenden lachten immer wieder herzhaft über Komik und Dramatik, über Sprache und Mimik oder auch über den Mut zum Humor der Künstlerin. Insofern brauchte Geelvink nicht lange, bis auch die Gäste mitmachten: Im Zentrum Emmaus wurde mitgesungen, Refrains wiederholt oder sogar Fragen beantwortet – fast zwei Stunden Kurzweil flogen dahin wie nichts, inklusive zweier Zugaben, die einfach sein mussten…!

Trotz der Konzert-Überschrift „Träum weiter…“ – garantiert war niemand eingeschlafen! Wie hieß noch mal das letzte Stück? „Oh, super!“ – das traf zu diesem außergewöhnlichen klassisch/unklassischen Abend vollauf zu, an den man sich sicher noch lange erinnern wird. „CronenBerg“-Initiator Werner Dickel vielleicht auch aus weiterem Grund: Er hatte sich am Vormittag als Professor für Viola und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Tanz Wuppertal verabschiedet. Auf dem „CronenBerg“, wo er vor 26 Jahren die Konzert-Reihe ins Leben rief, wird Dickel im „Unruhestand“ bleiben, hoffen sicherlich die immer wieder aufs Neue begeisterten Dörper Musik-Freunde…!

Mehr zu der Konzert-Reihe ist hier zu erfahren: musikaufdemcronenberg.jimdofree.com.