22.10.2025, 19.04 Uhr   |   Marion Heidenreich   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Station Natur und Umwelt: Start für den Barfußpfad am Aktionstag

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Michael Ludwig (li.) und Thomas Orth (hi. mi.) vom Bürgerverein Küllenhahn sowie StNU-Fördervereinsvorstand Jakob Steffen (2.v.li.) und Sebastian Fischer (re.), Stationsleiterin Kornelia Heger-Wegmann (vo. mi.) und Landschaftsarchitekt Jan Schulz vom Grünflächen-Ressort der Stadt am neuen Barfußpfad an der Jägerhofstraße. | Foto: Marion Heidenreich

Ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes stand der Aktionstag „Umweltschutz mit Geschmack“ an der Jägerhofstraße 229: Auf dem Gelände der Station Natur und Umwelt (StNU) zeigten verschiedene Vereine, Institutionen und Unternehmen, wie einfach im Alltag Nachhaltigkeit, Umweltschutz und gesunde Ernährung praktiziert werden können. Die Besucher konnten sich vor Ort mit leckeren Kostproben am Stand des Biokisten-Teams des Hofs Kotthausen oder des StNU-Fördervereins direkt davon überzeugen, dass Umweltschutz tatsächlich „schmeckt“. Dazu gab es natürlich auch allerlei Interessantes zum regionalen Anbau und zu Foodsharing oder auch zur Wiederverwertung. An der Mitmach-Station von MACHBAR ReparaturCafé + Nachhaltigkeit e. V. konnten sich große und kleine Interessierte selbst an Spinnrad, Nähmaschine und Co versuchen.

Barfußpfad eröffnet

Besonderen Anklang fanden – neben dem frischgepressten Apfelsaft (Troxler-Schule) – auch die „Fahrrad-Schrauber“ des Cronenberger „Fahrrad-Reparatur-Cafés“ und MACHBAR. Bei ihnen wurden einige Zweiräder „fit für den Herbst“ gemacht. Über die vielen Besucher an dem eher grauen Herbst-Tag zeigte sich StNU-Leiterin Kornelia Heger-Wegmann erfreut. Und obwohl das kühle Wetter doch eher weniger dazu einlud: Auch der neue Barfußpfad auf dem StNU-Außengelände wurde an dem Aktionstag offiziell eröffnet – und von vielen Neugierigen auch direkt getestet…

Gemeinschaftsprojekt mit Bürgerverein Küllenhahn

Der 110 Meter lange Barfußpfad-Rundweg ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Bürgerverein Küllenhahn. Er bietet „allen Besuchern jedes Alters die Möglichkeit, Sinne, Wahrnehmung und Bewegungsfreude neu zu entdecken“. Mit 14 verschiedenen Materialien von Sand und Kies bis hin zu Holzschnipseln und Steinpflaster befüllte Abschnitte sowie Installationen wie Summstein, Klangspiel oder Gefühlsdusche laden zum „Entdecken und Forschen“ ein – und dazu, Natur hautnah mit allen fünf Sinnen zu erleben.

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Aber auch im Sinne der Nachhaltigkeit wurde beim Bau der neuen StNU-Attraktion gehandelt: Die Steine der Treppenanlage waren rund 40 Jahre beim städtischen Grünflächen-Betriebshof eingelagert. Ebenso fanden Pflastersteine vom Pfälzer Weg und von Bayer eine neue Bestimmung auf dem StNU-Außengelände. Neugierige Besucher jeden Alters können zu den StNU-Öffnungszeiten auf dem Pfad spielerisch „Naturerlebnis, Gleichgewichtssinn, Geschicklichkeit und Wahrnehmung schulen“. 

Kosten des Rundwegs

Neben der Mitwirkung bei Planung und Umsetzung steuerte der Bürgerverein Küllenhahn rund 9.000 Euro zur Finanzierung des Barfußpfades bei. Die Gesamtkosten des Parcours belaufen sich derweil auf rund 200.000 Euro, 170.000 Euro davon kamen aus dem Programm „Soziale Integration im Quartier“. Mehr Infos zur Station und ihren Angeboten online via stnu.de.