13.03.2026, 12.36 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Schockanruf“: Betrüger prellen Dorper Senior um tausende Euro

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| Symbolfoto: Meinhard Koke

Mit einem „Schockanruf“ haben unbekannte Betrüger ein 84-jährigen Cronenberger am gestrigen Donnerstag, 12. März, um eine hohe vierstellige Bargeldsumme gebracht.

Wie die Polizei mitteilt, erhielt der Senior vom Mastweg gegen 16 Uhr einen Anruf. Das Gespräch wurde vollständig in der russischen Muttersprache des Mannes geführt. Die Anrufer schilderten eine dramatische Geschichte: Der Sohn des Seniors sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt gewesen. Für die Behandlung des Unfallopfers und eine angebliche Kaution müsse kurzfristig ein hoher fünfstelliger Geldbetrag bereitgestellt werden.

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Der 84-Jährige glaubte den Angaben und übergab wenig später auf der Straße vor seinem Wohnhaus Bargeld an einen Abholer. Statt der geforderten Summe übergab er jedoch „nur“ einen vierstelligen Betrag. Anschließend flüchtete der Täter mit einem grünen Pkw. Nach Angaben des Opfers soll der Geldabholer etwa 40 bis 50 Jahre alt gewesen sein. Weitere Details zu seinem Aussehen liegen derzeit nicht vor.

Telefonbetrug: „Polizei nimmt niemals Geld…!“

Die Polizei bittet mögliche Zeuginnen und Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Bereich Mastweg gemacht haben oder Hinweise auf den Täter geben können, sich unter der Telefonnummer (0202) 284-0 im Präsidium zu melden. Im Zusammenhang mit dem Fall weist die Polizei erneut auf ihre Präventionskampagne „Gut Aufgelegt! Telefonbetrug kann jeden treffen“ hin.

Bürgerinnen und Bürger sollten bei dramatischen Anrufen misstrauisch sein, sich nicht unter Druck setzen lassen und im Zweifel das Gespräch beenden. Wichtig sei außerdem: Die Polizei fordert niemals Geld oder Wertgegenstände und ruft auch nicht über die Notrufnummer 110 an!