10.05.2026, 18.04 Uhr | Redaktion | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
Rollhockey-Finals: RSC-Cats legen vor – RSC-Löwen ziehen nach
Die Dörper Cats des RSC Cronenberg bei der Wuppertaler Sportmeisterehrung 2025. Nach ihrem Pokalsieg und mit dem Erfolg im ersten Play-off-Finale schicken sich die Rollhockey-Damen des RSC Cronenberg an, auch bei der Ehrung 2026 zwei nationale Titel präsentieren zu können… | Foto: Lutz Meyer-Pächtel
Die beiden Rollhockey-Teams des RSC Cronenberg bleiben auf Meisterschaftskurs. Wobei: Die Dörper Cats legten in ihrem ersten Play-off-Finale mit einem 1:0-Sieg (1:0) bei der IGR Remscheid am gestrigen Samstag bereits eine Hand an die „Schale“. Die RSC-Löwen liegen derweil noch einen Schritt zurück: Mit einem 4:0-Erfolg (0:0) bei der RESG Walsum buchte das Team von Jordi Molet bereits nach zwei Halbfinalspielen das Endspielticket.
Im Auswärtsfinale der Dörper Cats avancierte Carlotta Molet Sabater zur Matchwinnerin: Ihr Treffer in der 19. Minute bedeutete am gestrigen 9. Mai das Tor des Tages in der Remscheider Sporthalle Hackenberg. Gastgeber Remscheid und Titelverteidiger Cronenberg lieferten sich ein packendes Bergisches Derby. Zusätzliche Brisanz hatte das Spiel, weil sich zwei Schwestern gegenüberstanden: Im RSC-Dress lief Miriam Simon auf, Schwester Clara Simon spielt in den Reihen des Rollhockey-Rivalen von der Remscheider Nachbar-Höhe.
Nach dem Krimi-Sieg: Meisterschaft dahoam in Reichweite
Nachdem die Spielerinnen von Cats-Trainerin Maren Wichardt mit einem überlegenen 11:1-Torverhältnis gegen die SG Calenberg/Recklinghausen in die Finals eingezogen waren, hatten sie im ersten Finale gegen Remscheid weitaus weniger leichtes Spiel. In der von Taktik geprägten Partie standen die Defensivreihen besonders im Mittelpunkt: Konzentrierte Abwehrleistungen auf beiden Seiten sorgten für einen Final-Krimi, selbst aus Zeitstrafen war kein Kapital zu schlagen. Mit einer Ausnahme: dem entscheidenden Siegtor von Carlotta Molet Sabater.
Mit ihrem Erfolg an der Hackenberger Straße haben die Dörper Cats beste Karten, in den „Finals dahoam“ den Meistertitel zu verteidigen. Mit einem Sieg im zweiten Play-off-Finale an der heimischen Ringstraße können die Cronenbergerinnen bereits am kommenden Samstag, 16. Mai, ihr Double 2026 perfekt machen. Sollte Remscheid jedoch hier die Oberhand behalten, müsste am folgenden Sonntag ein drittes Finale die Entscheidung bringen.
Dörper Cats: Lara Immer, Annika Gouder de Beauregard – Marie Tacke, Miriam Simon, Mia Bücheler, Yolanda Kahmann, Lea Seidler, Leonie Lütters, Alida Grusenick, Carlotta Molet.
RSC-Löwen: Souveräner Finaleinzug
Überraschend souverän sicherten sich die RSC-Löwen bereits nach zwei Spielen das Finalticket. Nach dem klaren 7:1 im Heim-Halbfinale (die CW berichtete) behielt das Team von Jordi Molet auch im zweiten Play-off-Halbfinale die Oberhand. Das 4:0 beim Vorrundenzweiten Walsum war jedoch kein Selbstläufer: Nach torloser ersten Hälfte bescherte Daniel Strieder mit dem Führungstreffer kurz nach Wiederanpfiff (26.) den Löwen einen perfekten Start in den zweiten Abschnitt.
Mit seinem 2:0 nur drei Minuten später (29.) setzte Lucas Seidler den vorentscheidenden Wirkungstreffer. Die Roten Teufel kamen zwar durch den Cronenberger Gastspieler Florian Keil zu einem Gebälk-Treffer (44.). Das 3:0 durch Tom Drübert im Gegenzug bedeutete aber die Entscheidung. Den 4:0-Endstand besorgte erneut Daniel Strieder kurz vor dem Abpfiff nach dem 15. Teamfoul per Strafstoß.
Herringen braucht drei Spiele ins Finale
In den Finals bekommen es die RSC-Löwen mit dem SK Germania Herringen zu tun: Nach ihrer Niederlage im ersten Halbfinale beim TuS Düsseldorf Nord drehten die Hammer die Play-offs mit zwei Heimsiegen – am heutigen Sonntagnachmittag gelang mit einem 6:1 der Finaleinzug. Auf dem Papier haben die Hammer dabei die etwas besseren Karten, denn das erste Play-off-Finale steigt am kommenden Samstag, 16. Mai, um 16 Uhr in Cronenberg. Die Titelentscheidung fällt derweil am 30. Mai beziehungsweise am 31. Mai in Herringen.
RSC Löwen: Leon Geisler, Jonas Langenohl – Marco Bernadowitz, Aaron Börkei, Tom Drübert (1), Thomas Köhler, Niko Morovic, Alexander Leon Ober, Lucas Seidler (1), Daniel Strieder (2).





