12.05.2026, 10.13 Uhr | Meinhard Koke | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
Start 2026 auf drei Rädern: Terminbuchung für Cronenberg-Rikscha
Rikschapilot Dirk Brandenburg ging mit Ingrid Noffort (2.v.l.) und Gundi Schleiser (2.v.r.), Bewohnerinnen des Diakonischen Altenzentrums Cronenberg, ebenso auf eine Tour über die Sambatrasse wie zuvor mit Lieselotte Gersteuer (re.). Antje Dickmann vom Altenzentrum (li.) zeigt sich von dem Angebot des Nachbarschaftsheims ebenfalls begeistert. | Foto: Meinhard Koke
„Das war richtig schön“, waren sich Ingrid Noffort und Gundi Schleiser einig, nachdem sie – dick eingepackt wegen der doch noch ziemlich kühlen Temperaturen an diesem Vormittag – von ihrem Ausflug mit der Fahrradrikscha zum Eich zurückgekehrt waren. Bis zur Korzert hatte Dirk Brandenburg die beiden Bewohnerinnen des Diakonischen Altenzentrums Cronenberg gefahren: „Ich habe das Blau des Freibades Neuenhof gesehen“, freute sich Gundi Schleiser sichtlich: „Da war ich früher immer schwimmen…“
Lieselotte Gersteuer hatte mit dem Angebot des Nachbarschaftsheims, das seit dem letzten Jahr eine Rikscha in Cronenberg stationiert hat, schon ihre erste Ausfahrt 2026 hinter sich – das Wunschziel der 73-Jährigen: die Laubenpieper-Kolonie am Küllenhahner Bahnhof, wo sie früher einen Kleingarten hatte: „Das ist richtig toll“, vergibt auch Lieselotte Gersteuer fünf Sterne für das ehrenamtliche Rikscha-Angebot: „Die geben sich so viel Mühe – ich fahr’ immer mit, wenn Platz ist.“
Von KNIPEX, BV, CHBV und Kisten-Verein unterstützt
Das 2024 vom Nachbarschaftsheim am Platz der Republik gestartete Angebot verfügt dank der Unterstützung von Bezirksvertretung, KNIPEX, Cronenberger Heimat- und Bürgerverein und Werkzeugkisten-Verein seit dem letzten Jahr über eine Cronenberg-Rikscha (die CW berichtete). Ein Volltreffer, bescheinigt Antje Dickmann vom evangelischen Altenzentrum: „Wir versuchen, für unsere BewohnerInnen so viel normales, schönes Leben wie möglich reinzuholen“, erläutert die Leiterin des sozial begleitenden Dienstes vom Eich: „Besonders für BewohnerInnen, die nicht mehr rauskommen, ist das sensationell.“ Und Dickmann fügt ein Lob an die Ehrenamtlichen hinzu: „Das sind ausnahmslos so zugewandte Menschen – wir sind glücklich, dass wir das Projekt haben.“
Manuela Salem, die Ehrenamt-Koordinatorin des Nachbarschaftsheims, unterstreicht, dass auch mobilitätseingeschränkte Menschen, die daheim leben, auch jüngere, eine kostenfreie Fahrt buchen können – getreu dem Motto „Radeln für alle!“ „Wir fahren jeden mobilitätseingeschränkten Menschen und freuen uns, wenn wir ihnen auf diese Weise eine Freude bereiten können“, ermuntert Manuela Salem, sich zu melden: „Jeder kann uns anrufen.“ Wenn die Anfahrt per E-Rikscha möglich ist, hole man die Fahrgäste von der Haustür ab – so das per Dreirad bewältigbar ist: „Wir prüfen alles…“
Infos, Buchungen, Ehrenamt & Spenden
Die Cronenberg-Rikscha ist am Städtischen Altenheim am Ehrenmal stationiert. Montags können die Bewohner hier und mittwochs die Senioren des Diakonischen Altenzentrums am Eich einsteigen. Für private Interessierte nimmt das Nachbarschaftsheim Buchungen unter Telefon (0202) 24 51 924 oder per E-Mail an radeln @ nachbarschaftsheim-wuppertal.de an. Über diese Kontakte ebenso willkommen sind Ehrenamtliche, die sich als Rikschapiloten engagieren möchten. Aktuell engagieren sich 30 Ehrenamtliche im Piloten-Team. In Cronenberg ist eine weitere Kooperation mit der Lebenshilfe im Gespräch.
Wer spenden möchte: Das Konto des Nachbarschaftsheims Wuppertal e. V. bei der Stadtsparkasse Wuppertal hat die IBAN DE60 3305 0000 0000 9256 44. Mehr Infos online via nachbarschaftsheim-wuppertal.de.





