10.02.2011, 16.20 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Erstes „Urnen-Haus“ in der Stadt

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Im Rahmen einer Gemeindeversammlung stellte die Evangelische Gemeinde Cronenberg am Sonntag auch das Vorhaben zur Einrichtung eines sogenannten „Kolumbariums“ vor. Friedhofskirchmeister Volker Heuwold erläuterte die Pläne für das unter Denkmalschutz stehende „Sezierhaus“ auf dem Friedhof Schorfer Straße: „Wir haben festgestellt, dass in Cronenberg die Urnen-Beisetzungen in zehn Jahren von rund 28 Prozent auf 53 Prozent angestiegen sind“, berichtete Heuwold, „dem müssen wir etwas entgegen setzen.“
Daher soll nun auf dem Friedhof an der Schorfer Straße ein „Kolumbarium“ für 285 Urnen entstehen. Ein Kolumbarium, der lateinische Begriff heißt zu deutsch „Taubenschlag“, ist ein oberirdisches Kammer-System für Urnen. Kolumbarien gab es bereits in der Antike, noch heute sind sie vor allem in südlichen Ländern verbreitet. Aufgrund des Trends zu Urnen-Beisetzungen nimmt die Zahl der „Urnen-Häuser“ auch in Deutschland wieder zu. In Wuppertal gibt es bereits seit Jahren mehrere Kolumbarien. Als erstes in Wuppertal allerdings wird das Cronenberger Kolumbarium ein eigenes Gebäude sein, berichtet Ingo Schellenberg, Geschäftsführer des Friedhofsverbandes Wuppertal.
Die evangelische Gemeinde hat für die Renovierung des geplanten Kolumbariums an der Schorfer Straße bereits rund 100.000 Euro ausgegeben. Die Gemeinde rechnet mit großer Nachfrage nach den 154 Kammern. Die Kosten werden sich bei einer 25-jährigen Nutzungszeit auf 2.200 Euro für eine Einzelkammer beziehungsweise 2.600 Euro für eine Doppelkammer belaufen.
Aktuell besteht noch keine Nutzungsberechtigung, mit der Genehmigung rechnet Ingo Schellenberg jedoch bis Ende März. (Seite 2)
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