12.05.2011, 16.31 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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CHBV: Historisches Rathauskreuz wieder „in Bürgernähe“

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Es blieb als Relikt des im Krieg zerstörten und dann schließlich abgerissenen Cronenberger Rathauses erhalten: das Steinkreuz von der Turmspitze. Nachdem es in den letzten Jahrzehnten an verschiedenen Orten schlummerte, ist es nun wieder für alle Cronenberger „zum Anfassen“ da: Vor dem historischen Schieferhaus an der Ecke Herichhauser Straße/Hauptstraße, in dem sich im 19. Jahrhundert das erste „dörper“ Rathaus befand, weihte der Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) am 8. Mai den neuen Standort des Rathauskreuzes ein.

CHBV-Chef Rolf Tesche und Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky bedankten sich bei den vielen Helfern, die den neuen Aufbau ermöglichten. So übergab die Familie Kaufmann (Metzgerei Kaufmann) das Turmkreuz vor Jahren aus einer Gastronomie an Karl-Heinz Dickinger; Architekt Friedrich W. Figge entwarf das Design des Metallsockels nach Originalbildern der historischen Turmspitze; die Firma Gisbert Krämer fertigte den Metallträger unentgeltlich an und Cronenberg-Historiker Walther Friedrichs verfasste den Text für die Infotafel direkt neben dem neuen Denkmal.

Nicht zu vergessen die Familie Häuschen, denen das „alte Rathaus“ heute gehört: „Um Tradition zu bewahren, muss man aus Tradition etwas Neues machen“, erklärte Heinz Häuschen: „Ich habe sofort ‚Ja‘ gesagt.“ Michael-Georg von Wenczowsky würdigte das Kreuz-Denkmal als Zeichen der ehemaligen Selbstständigkeit Cronenbergs: „Immer weniger kann hier im Dorf abgewickelt werden“, spielte der Dörper Bürgermeister auch auf die aktuelle Bürgerbüro-Debatte an: „Das Kreuz zeigt, dass man mal alles hier machen konnte“.

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