07.06.2011, 12.54 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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CDU-Chef Weigel wehrt sich: „Bürgerbüro-Schelte war zuviel“

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Zog nach den Veränderungen in der Rats-CDU die Konsequenzen: Andreas Weigel erklärte noch am selben Tag seinen Rückzug vom Vorsitz der Cronenberger CDU.

„Es ist das gute Recht der Bürgervereine, Unterschriften-Sammlung zu machen; wir hätten die Bürgerbüros auch am liebsten in ihrer bisherigen Form erhalten“, sagt Cronenbergs CDU-Vorsitzender Andreas Weigel: „Es war aber sehr schade, dass die Politik für ihren mühsam erkämpften Kompromiss beschimpft wurde.“ Mit diesen Worten rechtfertigt der CDU-Ratsherr seinen Austritt aus dem Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV), dem sich auch seine Ehefrau, die CDU-Bezirksvertreterin Ute Weigel, anschloss.

Zugleich wehrt sich der Dörper CDU-Chef gegen die Kritik, welche die frühere Cronenberger Bezirksbürgermeisterin Ingeborg Alker in der letzten CW-Ausgabe in einem Leserbrief äußerte. „Wenn die Bemühungen der Politik nicht anerkannt werden, dann ist das nicht mehr mein Bürgerverein“, begründet Weigel seinen Austritt; in den weiteren drei Cronenberger Bürgervereinen sei er weiter Mitglied geblieben. Den Leserbrief von Ex-Bezirksbürgermeisterin Ingeborg Alker, übrigens ebenso CDU-Mitglied, bezeichnet Andreas Weigel als „inhaltlich und tonal unverständlich“ – „man hätte mich auch einmal ansprechen können“, zeigt sich der Vorsitzende der Dörper Christdemokraten enttäuscht.

Wenig Verständnis hat Andreas Weigel auch für die Alker-Kritik an seiner Unterstützung von Ratsfraktionschef Bernhard Simon: Sich im Zuge der Abspaltung der „Christlich Demokratischen Bürger“ (CDB) hinter Simon zu stellen (die CW berichtete), sei nicht „opportun“ gewesen. „Das war für mich eine Gewissensentscheidung – ich habe mich auf die Seite gestellt, die mir wichtig ist“, unterstreicht Weigel. Dennoch: „Es tut weh, wenn solche Leute gehen“, bedauert das frisch wiedergewählte Mitglied des CDU-Fraktionsvorstandes die CDB-Abspaltung.

Dass der Leserbrief von Parteifreundin Ingeborg Alker Symptom für einen Riss in der Cronenberger CDU ist, verneint Parteivorsitzender Weigel: „Der Vorstand steht hinter mir!“

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