24.05.2012, 10.13 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Tierische Begegnung“ auf der Sambatrasse

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Zu ihrem Beuteschema zählen Fische und Amphibien, aber keine "Dörper" - von der Sambatrassen-Ringelnatter muss man daher überhaupt nichts befürchten. Foto: Ortwin Scholz

Auf der beliebten Sambatrasse sind zahllose Begegnungen möglich: Jogger, kleine und große Radfahrer, Nordic Walker, Spaziergänger, Hunde, … – die umgebaute Bahntrasse wird gerne und viel begangen, belaufen und befahren. Einst schlängelte sich der Samba hier von und nach Cronenberg, ein außergewöhnlicher Trassennutzer schlängelte indes Ortwin Scholz über den Weg, als er am Dienstagnachmittag, 22. Mai 2012,  über die Trasse joggte: Gegen 17 Uhr kreuzte im Abschnitt zwischen Neuenhof und Wilhelmring eine Schlange Ortwin Scholz‘ Weg.

Fuhr ihm ein gehöriger Schrecken in die Glieder oder war es nur Überraschung? – In jedem Fall blieb Ortwin Scholz „cool“ und fing die Schlange ein – per Handy-Foto, allerdings! Richtig so, bescheinigt Joachim Pastors dem Cronenberger: Bei der tierischen Begegnung, so der Cronenberger Diplom-Biologe gegenüber der CW, handelte es sich schließlich um eine Ringelnatter, und die ist eine streng geschützte Rote-Liste-Art. Allerdings ist die Schlange, die im übrigen völlig harmlos ist und sich nicht von Sambatrassen-Nutzern, sondern vielmehr von Amphibien und Fischen ernährt, hierzulande keine Seltenheit. Vielmehr ist die Schlange, die bis zu einem Meter Länge erreichen kann, noch fast flächendeckend in den Naturgebieten im CW-Land zu finden. Wie übrigens auch an Gartenteichen sowie an Komposthaufen; letztere, so weiß Biologe Pastors, nutzt die Ringelnatter gerne zur Ei-Ablage.

Tja, und was rät der Cronenberger Biologe für den Fall einer Begegnung mit einer Ringelnatter am Gartenteich, Komposthaufen oder auf der Trasse? Vielleicht ein Foto machen und sie friedlich ihres Weges schlängeln lassen, meint Joachim Pastors: „Aber auf jeden Fall sich freuen, dass man eine Rote-Liste-Tierart gesehen hat!“

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