15.06.2012, 09.15 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Ehrenmal-Diebstahl: CHBV setzt Belohnung aus

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Die Rekonstruktion der gestohlenen Bronze-Tafeln rund um das Cronenberger Ehrenmal kann wohl gelingen: Alle Namen der 400 Cronenberger Gefallenen des 1. Weltkrieges sind im Wuppertaler Stadtarchiv bekannt. "Wenn die Stadt Hilfe bei der Rekonstruktion benötigt, wir stehen bereit", bot derweil CHBV-Vorsitzender Rolf Tesche gegenüber der CW die Unterstützung des Cronenberger Bürgervereins an. Man habe bereits viele Gespräche geführt und zahlreiche Anregungen erhalten.

Thema am Mittwochabend, 13. Juni 2012, in der Bezirksvertretung (BV) Cronenberg war natürlich auch der Metall-Diebstahl am Ehrenmal (die CW berichtete): Die CDU-Fraktion hatte einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, in der eine verstärkte Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) sowie der Polizei gefordert wird. „Wir müssen darauf drängen, dass die Ordnungskräfte öfter in Cronenberg präsent sind“, so Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky.

Weiterer Vorschlag in dem Antrag war der Rückschnitt der Grünanlage rund um das Ehrenmal, sodass eine bessere Sicht auf das Denkmal möglich ist. Manfred Hakenbeck, Chef der Cronenberger Polizei-Dienststelle, erläuterte derweil die Problematik von Metalldieben: In ganz NRW gäbe es zahlreiche Diebstähle, selbst vor Regenrinnen an Häusern würde nicht haltgemacht, so Hakenbeck. Sein Rat: „Als Bürger sollte man darauf achten, was in der Nacht passiert“. So sollte man beispielsweise Transportern und Kleinlastern bei nächtlichen Touren besondere Aufmerksamkeit schenken. Laut Sachbearbeiter der Polizei ist die Wahrscheinlichkeit der Aufklärung des Diebstahls der Namenstafeln relativ gering: „Keiner der hiesigen Aufkäufer würde solche Tafeln annehmen. Vermutlich werden die ins benachbarte Ausland transportiert“.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Metall-Diebstahls führen, hat der Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgesetzt. Stadtverordneter Oliver Wagner erhöhte diese auf 1.200 Euro: „Wir wollen ein deutliches Zeichen setzen, dass wir uns solchen Vandalismus nicht gefallen lassen“, heißt es in einer CHBV-Pressemitteilung: Das Mahnmal ist ein Ort des Gedenkens – diese Tat verhöhnt die Toten und Lebenden.“ Für eine Rekonstruktion stehen die Vorzeichen derweil günstig: Im Stadtarchiv sind die Namen der 400 Gefallenen auf den gestohlenen Bronze-Tafeln archiviert, sodass dem Ehrenmal seine Würde wohl wieder zurückgegeben werden kann.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Heinrich
    15.06.2012, 17:25 Uhr   |   Direktlink

    „Herrn Hakenbecks Rat: „Als Bürger sollte man darauf achten, was in der Nacht passiert“.

    Frage: Heißt das jetzt für die Bürgerfamilien, 4 Std. Schlaf, 4 Std. Wache rund um die Uhr, weil die Cronenberger Wache nicht den Umständen entsprechend und den Bedürfnissen der Bürger angepasst bzw. Sonn- und Feiertags garnicht besetzt ist?

    War doch hoffentlich anders gemeint!

  2. Hauke Ohlendorf
    16.06.2012, 13:05 Uhr   |   Direktlink

    In Zeiten der sich zunehmend verschlechternden energetischen Versorgungssituation, müssen wir in nicht mehr allzu weiter zeitlicher Ferne damit rechnen, dass uns eines schönen Tages weder Polizei, noch Arzt oder Feuerwehr erreichen.

    Man stelle sich einfach nur das Szenario eines längerfristigen Stromausfalles vor. Es ist nicht allein die heimische Alarmanlage, welche dann nicht mehr funktioniert, nein, auch die Tankstellenpumpen versagen dann ihren Dienst. Somit wäre es eine Frage der Zeit, bis sich kommunale wie Landesfahrzeuge >trockengefahren< hätten.

    Das eine solche Stituation ist nicht nur aus den Fingern gesogen ist, möchte ich noch einmal mit diesem Link hier belegen, ggf. erinnern sich noch einige MitbürgerInnen daran….seien wir froh, dass es seinerzeit nicht uns traf – "erwischen" kann es uns jedoch täglich/nächtlich.

    http://www.focus.de/finanzen/news/stromausfall_aid_118673.html

    Wer alarmiert dann noch die Schutzorganisationen bzw. Polizei, wenn selbst unsere Telefone stromlos sind?

    Worauf zielt solch' umfassende Vorrede ab?

    DIE CRONENBERGER BÜRGERWEHR MUSS HER!!

    Ich schlage hiermit die Gründung einer Bürgerpatrouille vor, die mit PMR-Funkgeräten (Kosten für das Paar 35,– € in der Metro z. Z. – Betrieb erfolgt mittels AA-Akkus, welche sich im Krisenfalle auch per Solarstrom nachladen lassen) und ggf. mit Gaswaffen zum Selbstschutz ausgestattet, die polizeilichen Kräfte hier vor Ort in Cronenberg unterstützt bzw. in Zeiten der NICHTKRISE, Patrouillengänge in den Zeiten zwischen 21:00 h und 06:00 h tätigt.

    Begonnen werden könnte hiermit zunächst einmal an den Wochenenden, worauf eines Tages die Ausweitung auf zusätzliche Tage innerhalb der Woche erfolgt.

    Um die Frische der PatrouillengängerInnen zu gewährleisten, könnte das Personal alle 3 Stunden ausgewechselt werden, somit bliebe auch unter der Woche für jede/n TeilnehmerIn wenigstens noch eine Restschlafmöglichkeit.

    In anderen Teilen des Landes gibt es bereits solche BÜRGERWEHREN und da Cronenberg immer schon sehr innovativ wie schnellreagierend war, denke ich, ließe sich eine schnelle Umsetzung realisieren.

    Später würde ich darauf optieren wollen, die Zusammenarbeit mit dem Katastrophenschutz, Feuerwehr, Polizei, Taxibetrieben und privaten Security-Firmen sowie bereits existenten Bürgerwehren anzustreben, um die Einsatzkraft der neuen Bürgerwehr auch für den Krisenfall zu stählen, denn schließlich ist das Rad bereits erfunden und die o. g. werden uns sicher mit "RAT" und Tat unterstützen.

    Hier einige Links zu Notizen bzgl. diverser Bürgerwehren bzw. solcher in Planung befindlicher:

    FOCUS
    http://www.ksta.de/html/artikel/1319465202280.shtml

    Die Bürgerwehr von Seeberg

    Von Claudia Hauser, 26.10.11, 10:13h, aktualisiert 26.10.11, 17:46h
    Mehrere Einbrüche und Autobrände haben die Anwohner am Ilexweg in Seeberg aufgeschreckt. Nach etlichen schlaflosen Nächten haben sie nun reagiert und ein Alarm-Netzwerk gegründet.
    ******************************************************************
    Die Polizei unterstützt das Projekt der Bewohner!!!!!!!!!!!!!!!!
    ******************************************************************

    Helfen Bürgerwehren gegen Brandstifter?

    Berlin setzt zunächst auch Bundespolizei ein und hofft auf Erfolge gegen Auto-Zerstörer Von Martin Lutz, Johannes Wiedemann und Linda Wurster
    *************************************************************************************
    !!!!!!!!! In der Hauptstadt sind immer noch mehr Knöllchen-Schreiber unterwegs als Ermittler, die gegen Anschläge vorgehen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    *************************************************************************************
    http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13561966/Helfen-Buergerwehren-gegen-Brandstifter.html

    Freie Presse
    http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Straftaten-Serie-Garagenbesitzer-wollen-Buergerwehr-gruenden-artikel8000837.php

    Straftaten-Serie: Garagenbesitzer wollen Bürgerwehr gründen

    (fp). Weil sich Diebstähle und Sachbeschädigungen in ihrer Anlage häufen, greifen die Mitglieder eines Garagen-Vereins in Kappel zur Selbsthilfe. Die Polizei sieht das Vorhaben allerdings kritisch.Mit fast 750 Stellplätzen ist die Garagengemeinschaft an der Straße Usti nad Labem im Stadtteil Kappel eine der größten ihrer Art in Chemnitz.

    Sächsische Zeitung
    http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2933305
    Kleingärtner gründen Bürgerwehr
    Von Thomas Mielke
    Die Sparte „Einheit“ in Hirschfelde ist in den letzten zwei Monaten 74-mal Opfer von Einbrechern geworden. Die Kriminellen kamen vermutlich nicht von jenseits der Grenze.

    Lausitzer Runschau
    In Klein Priebus kocht die Volksseele nach wiederholten Einbrüchen
    http://www.lr-online.de/regionen/weisswasser/In-Klein-Priebus-kocht-die-Volksseele-nach-wiederholten-Einbruechen;art13826,2966568

    Die Zeiten des Jammerns und Schreiens sind vorbei, der Staat ist am Rande des Machbaren angelangt, die Polizei und HIlfsorganisationen oft personell überfordert, BürgerINNEN wehrt Euch JETZT!

    Wer interessiert ist, möge sich zur Gründung dieses FREIAMTES bitte bei mir melden; ich bin also per se schon einmal vollauf dabei!

    Hauke Ohlendorf
    Unterdahl 9 d
    42349 Wuppertal-Cronenberg

    bergischewelt@gmx.eu

    01636967459

    Für einen ersten, ruhigen Treff werde ich kurzfristig Räumlichkeiten beschaffen!

    Mitbürgerlich freundliche Grüße sende ich und verbleibe als Ihr / Euer

    Hauke Ohlendorf

    PS. Auch hierin wird Cronenberg sicherlich wieder einmal für andere Schule machen können für alle weiteren Stadtteile Wuppertals!

    ACHTUNG!
    Wie in jedem Sommer sind auch jetzt wieder Gruppen aus Ostgebieten (Rumänien?) hier unterwegs. So gab es bereits zwei Sichtungen im Unterdahl. Die Verdächtigen hielten sich auf umfriedeten Grundstücken auf, wo sie definitiv nichts verloren hatten. Dingfest konnten sie aufgrund "personeller Unterbesetzung" nicht bgemacht werden, denn das VErhältnis hätte 1 Cronenberger gegen 3 bzw. im zweiten Falle 4 Ortsfremde gestanden. Die "Herrschaften" konnten sich über hinterwärtige Grundstücksbereiche aus dem Staube machen. :-)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Freiwilliger_Polizeidienst

  3. Hauke Ohlendorf
    25.06.2012, 09:17 Uhr   |   Direktlink

    Wie aktuell ist der Cronenberger Wunsch, einem bestimmten Sicherheitsbedürfnis Rechnung tragen zu wollen (und ggf. öffentliche Finanzmittel nutzend, eine regionale Bürgerwehr im Raume 42349 zu etablieren)?

    Beste Grüße

    Hauke Ohlendorf

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