09.07.2012, 20.03 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Sudberg: Ärger um „Open Air-Treffs“ von Jugendlichen

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Ohne Rücksicht auf (Ernte-)Verluste bahnten sich die unbekannten Jugendlichen ihren Weg zu einer Bank durch ein Hafer-Feld auf Sudberg. Foto: privat

Wochenend, Sonnenschein und noch dazu Ferien – diese „Großwetterlage“ warf im Cronenberger Süden einmal mehr einiges an „Schatten“: „In der Nacht vom 6. auf den 7. Juli 2012 haben wir leider erneut wieder ein größeres Ausmaß der Zerstörung auf Hintersudberg zu vermelden“, berichtet Claudia Schmidt, die als Landschaftswächterin zuständig für Cronenberg ist.

Nachdem es bereits eine Woche zuvor, am Abend des 30. Juni 2012, Ärger mit alkoholisierten und randalierenden Jugendlichen an der sogenannten „Fliegerwiese“ in Sudberg gegeben habe,  „flogen“ am vergangenen Freitagabend nach Angaben von Claudia Schmidt etwa 20 Jugendliche mit der Buslinie CE 65 in Sudberg ein: Bepackt mit Taschen und Rucksäcken voller Alkoholika, die sie zuvor in einem Cronenberger Supermarkt eingekauft hätten, habe man zunächst „auf Feld und Wiese“ „campiert“, gegen 23 Uhr seien die Jugendlichen dann auf den Kinderspielplatz an der Hintersudberger Straße „umgezogen“. Als die Polizei gegen 23.30 Uhr auf einen Anwohner-Anruf vor Ort erschien, türmten die Jugendlichen nach Angaben der Landschaftswächterin.

Am Samstagmorgen seien ihr und Sudberger Eltern dann das ganze Ausmaß der Verwüstungen auf dem Feld als auch auf dem Spielplatz sichtbar geworden: Eltern hätten den Spielplatz von Flaschen und Müll reinigen müssen, „ich selbst habe heute früh einen kompletten Kasten Bier als Leergut von der Pferdekoppel links neben den oberen Bänken zusammengetragen und entsorgt, bevor die Pferde dort ahnungslos in die Glassplitter treten“, berichtet Claudia Schmidt. Über die gesamte Fliegerwiese sowie im Wald wären kleine Schnapsfläschchen großflächig verstreut gewesen, auf den angrenzenden Pferdekoppeln fanden sich zerschlagene Bierflaschen und rund um eine Bank viel Müll. Dazu hätten die Jugendlichen einen nicht unerheblichen Schaden in einem Hafer-Feld angerichtet. In einem Schreiben appelliert Claudia Schmidt an Stadt und Polizei, zumindest bis zum Ende der Sommerferien verstärkt mit Einsatzkräften des kommunalem Ordnungsdienstes und Streifenwagen auch zu später Stunde in Sudberg Präsenz zu zeigen. Bei Alkoholmissbrauch sollten Platzverweise für Feld und Spielplatz erteilt werden, fordert die Landschaftswächterin.

Polizei will verstärkt Streife fahren!

Auf CW-Nachfrage hieß es seitens der Polizei Cronenberg, dass die Eigentümer der Sudberger Wiesen und Felder grundsätzlich nichts gegen „Treffs“ auf ihrem Gelände hätten. Wenn allerdings, so Polizei-Hauptkommissarin Simone Bremer nach einem Gespräch mit der Eigentümerin, Bänke und Papierkörbe beschädigt oder gar zerstört, Felder niedergetrampelt und Unmengen Müll und Scherben hinterlassen werden, sei die Grenze überschritten. Die Sudbergerin erstattete daher Anzeige, Polizei und kommunaler Ordnungsdienst werden nunmehr besonders an den Wochenenden verstärkt auf Sudberg Streife fahren!

Dass Polizei-Kontrollen fruchten und mit Jugendlichen durchaus zu reden ist, zeigte sich derweil am vergangenen Samstagabend am Ehrenmal: Gegen 23.30 Uhr traf eine Streifenwagen-Besatzung hier auf einen Treff von 18 Jugendlichen. Nachdem sie eindringlich belehrt wurden, ihren Müll zu beseitigen und die Nachtruhe zu respektieren, sowie ihre Personalien aufgenommen worden waren, verhielten sich die Jugendlichen anschließend offenbar „gesittet“. Die Jugendlichen hätten sich durchaus einsichtig und gesprächsbereit gezeigt, berichtet Hauptkommissarin Simone Bremer; der Appell der Beamtin der Polizei-Dienststelle Cronenberg: „Verhaltet euch ruhig und anständig, dann hat niemand etwas gegen eure Treffen!“

Bei weiterem Ärger ist die Polizei unter Telefon 0202-284-0 (Präsidium) und natürlich unter der Notfall-Nummer „110“ zu erreichen; die Polizei Cronenberg hat die Rufnummer 0202-247 13 90.

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