30.08.2012, 12.22 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Skater-Anlage: CDU für Gründung eines Skater-Vereins

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Dirk Kanschat (4.v.li.) im Gespräch mit Nutzern des Skaterplatzes Unterkirchen. Zu dem Bürgergespräch kamen ebenso Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky (2.v.li.) , Jugendausschuss-Vorsitzender Karl-Friedrich Kühme (li.) sowie die Cronenberger Polizei-Kommissarin Simone Bremer.

Zum Problem der abgeräumten „Ramps“ auf der Skateranlage in Unterkirchen lud CDU-Stadtverordneter Dirk Kanschat am Mittwochabend, 29. August 2012,  zum Ortstermin. Wie die CW bereits berichtete, wurden zwei von drei Rampen abgebaut und der Platz damit weitgehend nutzlos.

Während sich Kritik von Skatern und CDU formierte, bot die Stadtverwaltung inzwischen Kindern und Jugendlichen an, neue “Ramps“ mit zu planen und zu bauen (die CW berichtete ebenfalls). Als Einlader zum Bürgergespräch fand CDU-Ratsherr Dirk Kanschat den richtigen Ton, um mit den zahlreich erschienenen Nutzern der Skater-Anlage ins Gespräch zu kommen. Vor dem Hintergrund begrenzter städtischer Mittel schlug Kanschat vor, einen Skater- und BMX-Fahrer-Verein zu gründen. Dies hätte zwei Vorteile: Sponsoren könnten geworben werden, zudem, so Kanschats Gedanke, fühlten sich die Mitglieder verstärkt für die Anlage verantwortlich, was bisher wohl eher nicht der Fall gewesen sein soll. Auch eine Patenschaft wäre sinnvoll. In Vohwinkel läuft ein ähnlicher Verein offensichtlich richtig gut, berichtete dazu Karl-Friedrich Kühme, Vorsitzender des Jugendhilfe-Ausschuss des Stadtrates.

Bei dem Bürgergespräch beklagt wurde die ungenügende Trennung zwischen Kinderspielplatz und Skateranlage. Oft würden kleine Kinder „zwischengeparkt“, wenn die Eltern einkaufen gehen – größere Kinder und Jugendliche müssten dann mit „aufpassen“. „Auch dass andere Jugendliche den Platz für Trinkgelage missbrauchen und anschließend Glasflaschen und Scherben herumliegen, stört die Jugendlichen, die hier ihren Sport betreiben und ihre Freizeit verbringen möchten“, bemängelte Biker-Wortführer Benjamin Müller. Abhilfe könnten Polizeikontrollen und der kommunale Ordnungsdienst schaffen, aber dafür scheinen vor allem am Wochenende die Kapazitäten knapp.

„Was wünscht ihr euch denn hier?“ fragte Dirk Kanschat in die Runde und die Antwort der Biker ließ nicht auf sich warten: zwei neue Rampen, möglichst aus Beton, wegen der längeren Haltbarkeit, und alles anders aufgestellt. Die Politiker-Runde versprach, sich mit dem zuständigen Stadtbetrieb dahingehend kurzzuschließend; im Herbst soll auch ein entsprechender Antrag in die Bezirksvertretung (BV) Cronenberg eingebracht werden.

Die Trennung von Kinderspielplatz und Skateranlage stellt sich Jugendhilfeausschuss-Vorsitzender Karl-Friedrich Kühme übrigens durch eine Absenkung der Spielplatzes vor, um einen natürlichen Wall zu schaffen. Woher diese Mittel allerdings kommen sollen und wann der ganze Platz komplett saniert und umgestaltet sein soll, blieb bei dem Ortstermin offen. Übrigens: In der nächsten BV am 12. September 2012 wird die Skateranlage Unterkirchen bereits im öffentlichen Teil Thema sein.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Kai Brizewski
    30.08.2012, 21:18 Uhr   |   Direktlink

    Hallo,

    mir war es leider nicht möglich bei dem Termin dabei zu sein..
    Freue mich aber sehr als Vater und BMX-MTB biker das sich um den Radsport in Cronenberg eine so große Runde zum gespräch gefunden hat! Ich möchte hiermit meine Initiative an weiteren Aktionen um den Skate und Bike- Park in Cronenberg zusagen.
    Und hoffe des weiteren auf eine positive Entscheidung von unserer Stadt Wuppertal!
    Mfg Kai Brizewski

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