29.10.2012, 13.07 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Beim Casting zum Sprung auf die TiC-Bühne angesetzt

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Die TiC-Chefs Stefan Hüfner (re.) und Ralf Budde (2.v.r.) sowie TiC-Choreografin Dana Großmann (3.v.r.) mit den Teilnehmern, die sich dem Casting des "Theaters in Cronenberg" stellten.

Zuletzt suchte das TiC im Februar neue Bühnendarsteller für die Cronenberger Kultbühne. Am 21. Oktober 2012 gab es nun für rund 20 mutige Kandidaten eine neue Chance. Einige brachten Bühnen-, Tanz- oder Gesangserfahrungen mit an die Borner Straße 1, aber es gab auch „Frischlinge“, die sich einfach mal auf der TiC-Bühne probieren wollten.

TiC-Leiter Ralf Budde castete für die Bühne, während Mit-TiC-Chef Stefan Hüfner die musikalischen Qualitäten testete und Choreografin Dana Großmann die tänzerischen Potenziale unter die Lupe nahm. Ralf Budde stellte die Kandidaten gleich zu Anfang ein: „Wir sind ein professionelles Amateurtheater. Es gibt vor jeder Produktion sechs bis acht Wochen lang fast täglich Proben und jedes Stück wird dann zwischen 30 und 50 Mal aufgeführt“, skizzierte Budde die (terminlichen) Anforderungen: „Ihr müsst die Zeit dafür haben, sonst seid Ihr hier falsch!“ Eine klare Ansage, nach der jeder Teilnehmer, der „bei der Stange“ blieb, anschließend  sich allen drei Disziplinen stellen musste. „Ob jemand besondere Qualitäten hat, das können wir dann schon beurteilen“, so TiC-Leiter Ralf Budde.

Auch Christoph Maria Herbst oder Patrick Stanke starteten am TiC

Im „Theater in Cronenberg“ werden 300 bis 350 Vorstellungen pro Jahr für rund 25.000 Besucher gegeben. Die Dörper Kultbühne hat dabei in der Vergangenheit schon so manchem Talent die Türe zu einer Schauspielkarriere geöffnet, wie dem TV-Comedian Christoph Maria Herbst oder auch Musical-Star Patrick Stanke. Einen solchen Sprung erhofft sich zum Beispiel Neuling Dilara: Sie hat ein Semester Schauspiel in New York sowie ein paar Semester Theaterwissenschaften an einer deutschen Uni studiert. Und mit ihrem Gesang konnte sie  TiC-Chef Stefan Hüfner durchaus ebenso überzeugen, wie Grundschullehrerin Isa, die vom „Keinen grünen Kaktus“ zu singen wagte.

Tanz, Gesang und Sprechrolle – Casting „auf Herz und Nieren“

Nebenan gab Ralf Budde wertvolle Bühnentipps, als Anna mit einem Gedicht von Joachim Ringelnatz aufwartete. Dascha trug derweil einen Monolog vor, und zwar so selbstsicher und sogar Interaktionen einbauend, dass man an einen Profi dachte. Aber nein! „Ich habe das zum ersten Mal vorgetragen!“, versicherte die junge Frau lächelnd. Ein Naturtalent? Ralf Budde zeigte unterdessen ein „Pokerface“ und äußerte sich (noch) nicht. Wieder in einem anderen Raum übte Dana Großmann Tanzschritte zur Musik, die für manchen Teilnehmer schwierig waren. Doch jeder der fünf Casting Teilnehmer in dieser Gruppe überstand auch diese Runde.

Nach einigen Stunden hatten die TiC-Experten interessante Bühnen-Talente kennen gelernt, doch verraten wurde in den meisten Fällen nichts. Die drei TiC-Fachleute behielten es sich vor, zunächst anschließend untereinander die Eindrücke der einzelnen Anwärtern zu besprechen, bevor in persönlichen Gesprächen Zusagen, aber auch Absagen ausgesprochen wurden. In jedem Fall ist zu erwarten, dass auf manchen Kandidaten bald eine ausgefüllte Freizeit mit Proben und vielen Vorstellungen zukommt. Und die Zuschauer des TiC können sich jedenfalls schon heute auf neue Bühnengesichter freuen…

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