16.02.2013, 12.52 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Karneval: Hoppeditz steppte von Sudberg bis in die Ortsmitte

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Nicht zu übersehen: "Jecke" Stimmung war bei der Karnevalsparty in der Sudberger Kult-Kneipe "Odenwaldhaus" Trumpf...

Auch „em Dorpe” konnte die heiße Phase der fünften Jahreszeit (fast) jeden Tag gefeiert werden. Zwar gab es keinen Karnevalszug durch Cronenberg, aber bei einem „Zug” durch die Cronenberger Veranstaltungssäle und Kneipen konnten die Jecken kräftig schunkeln und bützen.

Jecker Aufgalopp im „Schluffenkino”

Der Startschuss zu dem närrischen Treiben im „Dorf” fiel im „Schluffenkino“: Bei der Weiberfastnachts-Party an der Berghauser Straße garantierte das stimmungsvolle Ambiente der Party-Location und die richtige Feier-Musik für beste Laune. Gegen Abend trauten sich neben zahlreichen Möhnen auch einige männliche Jecken ins „Schluffenkino”, wo Gastgeber Bernd Budt auch diesmal wieder einlud.

„Als Cronenberger ist es schwierig richtig gut zu feiern”, erklärte Budt die Idee zu der Party: „Die Partys sind alle in der Stadt und dort herrscht eine schlechte Verkehrsanbindung.” Damit traf Bernd Budt den Nerv der Möhnen und Jecken: Im Vordergrund standen Feiern, Tanzen und natürlich jede Menge Spaß, dank Live-DJ und reichhaltiger Getränkeauswahl wurden diese Ziele auch nicht verfehlt. Und wohl auch nicht bei der nächsten Party, denn am Karnevalssamstag „steppte” schon wieder „der Bär” im „Schluffenkino”.

„Stookiesen” ließ den Hoppeditz im Odenwaldhaus tanzen

Ebenso luden das „Odenwaldhaus” sowie der Kirchenchor „Cäcilia” am Samstagabend ein. Bei Gabi Ehrhardt am Oberheidt ging es auch in der Session 2013 wieder hoch her. Für Stimmung sorgte das bewährte „Duo Stookiesen“, das weniger „stocherte”, sondern vielmehr zum Abfeiern anregte.

Florian Danowski und Robert Maus verstanden es, die bunt verkleideten Jecken in der Kult-Kneipe in Stimmung zu bringen – die Dörper Feier-Institution war auch heuer wieder ein Hit, als Schlager und Evergreens ohne Ende erklangen. Es wurde kräftig getanzt, ob als Cowboy, Clown, Kapitän oder anders verkleidet. Dazu flossen Bier & Co. in Strömen, um null Uhr war noch lange keine Sperrstunde in Sicht…

Cäcilia-Prunksitzung im „Dörper Gürzenich”

Beim Cäcilien-Karneval im Cronenberger Festsaal schlug um Punkt 19.30 Uhr das „Trömmelsche“: Rund einhundert Gäste im „Dörper Gürzenich“ klatschten zum Einmarsch des ältesten Kirchenchores der Südhöhen, um anschließend mit einem prallen Programm verwöhnt zu werden. „Könnt ihr auch über Sachen lachen, die ihr schon kennt?“, fragte Präsidentin Elisabeth Wilke, um die engen Tische in Kölner und Mainzer Sälen zu kritisieren: „Das grenzt dort schon an Sexismus!“ Die Überraschung war groß, als das Prinzenpaar Armin I. und Rita I. in den Saal einzog. Ganz nach dem Sessions-Motto „Komm mit – Mach mit – Lach mit“ sorgte der hohe Besuch sofort für Stimmung, Gesang und auch Orden für Angela Fresen und Hans Heimes sowie den neuen Schlachtruf: „Cäcili-Ja!“. Mit dem Abgang des Prinzenpaares verging der Glanz nicht; Wolfgang Walter zündete als „En Druegen“ eine Witz-Kanone nach der anderen.

Mit zehn Cäcilianerinnen im gemeinsamen Alter trat dann der „Wilde Westen“ auf die Bühne und ließ die CD vor Temperament hüpfen, sodass Alleinunterhalter Hans Heimes musikalisch retten musste. „Die Oldies“ (Karl-Heinz Dickinger, Klaus Goebel und Hans Gondolf) sangen eine Moretat über das Alter, bevor Waltraut Gaffkus „aus dem Leben einer Pfarrsekretärin“ berichtete – Lacher garantiert! Den letzten Hausorden verlieh Elisabeth Wilke dann an Achim Fresen. „De Tramps“ (Gerd und Wolfgang Walter) stimmten die nächste Moretat an, ein weiterer Höhepunkt des Cäcilien-Karnevals war einmal mehr Stadtschreiberin Angela Fresen. Sie lobte die ruinöse Vielfalt an Geschäften mit Brillen, Deko, Bäckereien, aber den Pass muss man „im Barmer Ausland” verlängern lassen. Aber auch „Klatschen“ nach Berlin verteilte Fresen – das brachte den Festsaal zum Kochen. So schunkelte man sich im Festsaal durch die jecke Nacht – schnell war da der Sonntagmorgen nicht mehr weit…

Kamelle & Kostüme beim Ewalde-Kinderkarneval

Karneval ist bekanntlich nicht nur was für die Erwachsenen: Am Veilchendienstag lud die Pfarrjugend der katholischen Gemeinde Hl. Ewalde zum Kinderkarneval ins Pfarrzentrum ein. Auch diesmal wurde die Stimmung mit Spielen wie „Reise nach Jerusalem“, Stopptanzen und „Schwarzwaldklinik“ auf Feier-Temperatur gebracht. Für das leibliche Wohl der Jung-Jecken wurde selbstverständlich auch durch die Organisatorinnen Anna und Pia Burghoff, Anna Kolodzeyzik, Miriam Backhaus, Melanie Rosenkranz und Carolin Hermanns gesorgt. Sie verteilten Tragetaschen, mit denen fleißig Kamelle eingesammelt werden konnten, denn: Kinderkarneval ohne Süßigkeiten wäre doch langweilig – so muss es sein…

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