17.04.2013, 16.06 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Cronenberg hilft!: Viel Herz für Kinder und Alte in Weißrussland

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Zwei Motoren des Vereins: Hannelore Geiss (li.) und ihre Tochter Petra Hischmann vom Verein "Ärzte in sozialer Verantwortung für die Kinder von Tschernobyl e.V." werden am Samstag bei "Cronenberg hilft!" 2013 über ihre Hilfsarbeit berichten.

Drei Empfänger teilen sich in diesem Jahr den Erlös des Benefizkonzertes „Cronenberg hilft!“ am kommenden Samstag, 20. April 2013: Eine Hälfte geht an das Frauenhaus Wuppertal (die CW berichtete bereits online), ein Viertel erhält der Verein „Ärzte in sozialer Verantwortung für die Kinder von Tschernobyl e.V.“.

Der Hilfsverein wurde 1992 von dem Wuppertaler Mediziner Dr. Peter Hirschmann und seiner Ehefrau Petra gegründet. Erschreckende Zeitungsberichte und ihr Verantwortungsgefühl für die Kinder in der durch den Atom-Gau von Tschernobyl besonders betroffenen Gomel-Region ermunterten das Ehepaar dazu, als Petra und Peter Hirschmann 1993 erstmals in das weißrussische Örtchen Merkolowitschi reisten, fanden sie bedrückende Verhältnisse vor: „Die sanitären Bedingungen waren erschreckend, die Ernährung und die medizinische Versorgung nicht minder katastrophal“, erinnert sich Petra Hirschmann, die 2. Vorsitzende des Hilfsvereins.

Nicht nur Hilfstransporte, sondern auch eine Zahnstation aufgebaut

Die „Ärzte in sozialer Verantwortung für die Kinder von Tschernobyl e.V.“ begannen ihre Hilfsarbeit: Medikamente wurden nach Merkolowitschi gebracht, die Hilfe für ein Waisenhaus wurde gestartet; in Zusammenarbeit mit dem Hahnerberger Zahnarzt Jochen Plate, dem Cronenberger Jörg Kleinschmidt und Wuppertaler Handwerkern wurde zudem eine Zahnstation aufgebaut. Bis heute bringt der Wuppertaler Verein einmal pro Jahr einen Hilfstransport in das weißrussische Örtchen, ebenso werden in jedem Sommer Kinder aus Merkolowitschi zu einem Erholungsaufenthalt ins NaturFreundehaus Cronenberg eingeladen.

Motor der letzten Jahre ist dabei Petra Hirschmanns Mutter, Hannelore Geiss: Obwohl inzwischen 88 Jahre alt wird die rüstige Kassenwartin des Vereins schon wenige Tage nach „Cronenberg hilft!“, und zwar am 29. April 2013, wieder nach Weißrussland fliegen – bereits zum 21. Mal. Diesmal ohne die Cronenberger NaturFreundin Renate Buchholz, die sie sonst treu unterstützt, wird sich Hannelore Geiss vor Ort informieren, ob die Hilfe ankommt und wo was gebraucht wird – Lebensmittel und Medikamente werden vor Ort gekauft.

„Man bekommt alles, wenn man das Geld dafür hat!“

„Wenn man einmal dort war, kommt man nicht mehr davon los“, bechreiben Petra Hirschmann und Hannelore Geiss den Antrieb für ihre Hilfsarbeit, im Rahmen derer sie in den vergangenen über 20 Jahren Hilfe für über eine Million Euro auf den Weg nach Merkolowitschi brachten: Die Wohnsituation sei heute moderner, berichten Petra Hirschmann und Hannelore Geiss, „aber die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten ist weiterhin katastrophal: „Man bekommt alles, wenn man das Geld dafür hat.“

Auch 27 Jahre nach dem Atom-Gau von Tschernobyl und 22 Jahre nach der Selbstständigkeit Weißrusslands ist insofern Hilfe weiterhin notwendig, zumal vom 16. Juli bis zum 6. August wieder Kinder aus Merkolowitschi im NaturFreundehaus am Greuel zu Gast sein werden. Über Spenden freuen sich die „Ärzte in sozialer Verantwortung für die Kinder von Tschernobyl“ daher auf das Konto 915 181 bei der Stadtsparkasse Wuppertal (BLZ 330 500 00). Ebenso hilft auch, wenn Sie am Samstag zu „Cronenberg hilft!“ in die Knipex-Schmiede kommen und fleißig Lose kaufen, essen, trinken und spenden – jeder Euro kommt an! Mehr Infos zum Benefizkonzert unter cronenberg-hilft.de

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