19.04.2013, 09.44 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Hilfe für den guten Geist des Kinderheims „Zhemzschuzhnaja“

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Bärbel Krause-Heinrichs auf einem Foto aus dem CW-Archiv mit weißrussischen Kindern aus dem Kinderheim „Zhemzschuzhnaja“, die sie im vergangenen Jahr in Wuppertal zu Gast hatte.

Drei Empfänger hat das Benefizkonzert „Cronenberg hilft“ am morgigen Samstag, 20. April 2013: Wie bereits (online) berichtet, erhält das Frauenhaus Wuppertal eine Hälfte, die andere Hälfte teilen sich zwei Hilfsvereine, die sich um Kinder in der Tschernobyl-Region kümmern. Wie ebenfalls bereits online berichtet, ist das zum einen der Verein „Ärzte in sozialer Verantwortung für die Kinder von Tschernobyl e.V.“. Dieser Verein, der unter anderem alljährlich weißrussische Kinder zu einem Erholungsaufenthalt nach Cronenberg einlädt, teilt sich 50 Prozent des Reinerlöses mit dem Verein „Kinderherzen e.V.“.

„Kinderherzen“, das ist im Wesentlichen eine Cronenbergerin: Bärbel Krause-Heinrichs hat zwar Unterstützung durch fleißige Mithelfer und Spender; „Kinderherzen“ ist jedoch eigentlich Bärbel Krause-Heinrichs und Bärbel Krause-Heinrichs ist Kinderherzen. Und zwar bereits seit 1995: Zunächst unterstützte die Kuchhausenerin Kinder aus der durch den Atom-GAU in Tschernobyl betroffenen Gomel-Region auf privater Basis, 1999 gründete Bärbel Krause-Heinrichs dann den Verein „Kinderherzen“: „Die Hilfe wird wirklich sehr nötig gebraucht“, unterstreicht die mittlerweile 66-Jährige ihren Antrieb: „Die Kinder liegen mir sehr am Herzen!“

„Die Freude der Kinder beeindruckt mich immerzu!“

Gemeint damit sind die Kinder des weißrussischen Kinderheims „Zhemzschuzhnaja“. Die Initialzündung für ihr mittlerweile fast 20-jähriges Engagement gab 1995 ein Ausflug von weißrussischen Gast-Kindern nach Köln: Obwohl eines der Kinder Fieber hatte, klagte es nicht, versuchte es, bei allen Aktivitäten mitzuhalten – es wollte den anderen Kindern nicht den Spaß verderben und den Tag in Köln unbedingt miterleben, beschreibt Bärbel Krause-Heinrichs ihr Schlüsselerlebnis: „Als die Kinder dann auch noch am Bahnhof ein Lied anstimmten, da war es um mich geschehen“, blickt die Cronenbergerin zurück: „Die Freude der Kinder beeindruckt mich immerzu!“

Per Bus machte sich Bärbel Krause-Heinrichs 1999 erstmals auf nach Weißrussland – allein, und obwohl sie sich unterwegs einen Arm brach, schaffte sie es bis zu dem Kinderheim in der Gomel-Region, die auch fast 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl noch immer mit den Folgen der Strahlenverseuchung zu kämpfen hat. Das Heim fand Bärbel Krause-Heinrichs sauber vor, aber: Ob Essen, Kleidung oder Schuhe, von allem gab’s zu wenig: „Ich war erschüttert“, erinnert sich die 66-Jährige, „es war alles so erbarmungswürdig, besonders die kleinen Kinder“.

Jedes Jahr Einladung für 30 Heimkinder nach Wuppertal

Bärbel Krause-Heinrichs erbarmte sich der Heimkinder – seit 1999 reist die engagierte Cronenbergerin zweimal im Jahr nach Weißrussland, um sich vor Ort zu informieren und Lebensmittel, Medikamente oder auch Schuhe für das Kinderheim „Zhemzschuzhnaja“ zu kaufen: „Einmal war in dem Heim nur noch eine Kartoffel vorhanden“, erinnert sich die Cronenbergerin, „da habe ich dann direkt 50 Zentner gekauft“. Diese direkte Hilfe für „Zhemzschuzhnaja“ ist das eine, die jährlichen Einladungen von rund 30 Kindern aus dem weißrussischen Kinderheim sind der andere Schwerpunkt der Hilfsarbeit des Vereins „Kinderherzen“.

So werden auch im kommenden Sommer wieder junge Kinderheim-Kinder aus Weißrussland auf Einladung von Kinderherzen nach Wuppertal kommen, um sich im Tal einmal für drei Wochen von den ärmlichen Lebensbedingungen in ihrem Heim, aber auch der Strahlenbelastung daheim erholen zu können und einfach einmal bei schönen Erlebnissen wie Ausflügen an die Nordsee, ins Schwimmbad, dem Zoo oder in einen Freizeitpark „auftanken“ zu können. Um diese Aufenthalte finanzieren zu können, putzt Bärbel Krause-Heinrichs Jahr für Jahr die Klinken und bettelt um Spenden – mit dem Teilerlös von „Cronenberg hilft!“ kann ihr vielleicht etwas von dieser Arbeit abgenommen werden – hoffentlich!

Wer Kinderherzen unterstützen und spenden möchte, kann das natürlich auch abseits des Benefizkonzertes am Samstag: Spenden, auch kleine Beträge, sind stets auf das Konto 229 138 bei der Stadtsparkasse Wuppertal (BLZ 330 500 00) willkommen. Nähere Infos gibt Bärbel Krause-Heinrichs gerne unter Telefon 0202-47 41 58 sowie 0173-513 28 67.

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