29.05.2013, 17.29 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Lebenshilfe-Streiks: Geschäftsleitung „immer gesprächsbereit“

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Nach Warnstreiks in den vergangenen Wochen hat sich Lebenshilfe-Geschäftsführer Stefan Pauls in den vergangenen Tagen erstmals öffentlich zur Auseinandersetzung mit der Gewerkschaft ver.di geäußert: „Wir waren und sind stets gesprächsbereit und haben ver.di zu Verhandlungen über einen für beide Seiten akzeptablen Tarifvertrag eingeladen“, erklärte Pauls in einer Pressemitteilung. Es sei ein Paket mit Zusatzleistungen und einer vergleichbaren, „zum Teil sogar besseren Stuktur als in ähnlichen Einrichtungen unterbreitet“ worden, ver.di habe die Verhandlungsangebote seit letztem Sommer „ignoriert“, berichtet der Lebenshilfe-Chef.

„Es kann immer nur so viel Geld ausgegeben werden, wie vom Kostenträger zur Verfügung gestellt und darüber hinaus im Rahmen der gemeinnützigen Arbeit von den Mitarbeitern erwirtschaftet wird“, ergänzt Vereinsvorsitzender Peter Plenker. Das „maximale Maß“ sei ausgeschöpft, die Forderungen von ver.di könnten nur mit dem Abbau von Arbeitsplätzen finanziert werden. Der Gewerkschaft sei dieser Umstand bewusst.

Von Seiten der Lebenshilfe heißt es zudem, man habe den Streik nicht ­– wie von ver.di dargestellt – gerichtlich unterbinden wollen. Vielmehr habe man erfolgreich mittels einer Einstweiligen Verfügung die Versorgung der betreuten Menschen mit Behinderungen im Rahmen der Notdienstvereinbarung sicherstellen müssen, da für den Notdienst eingeteiltes Personal nicht erschienen war.

„Wir lassen es nicht zu, dass die gewerkschaftlichen Aktivitäten von ver.di unseren Menschen mit Behinderungen schaden“, erklären Stefan Pauls und Peter Plenker einmütig. „Wir stehen für Gespräche zur Verfügung und erwarten mehr Verständnis und Willen zur Beendigung des Konflikts.“

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