20.07.2013, 17.16 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Cronenberger Backhaus: An der Sanierung wird bereits gearbeitet

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Werden die Kunden den "ursprünglich bergischen Backgenuss" weiterhin genießen können? Insolvenzverwalter Marc d'Avoine gibt sich optimistisch zur Zukunft des Cronenberger Backhauses.

„Ich halte eine erfolgreiche Sanierung für möglich und arbeite bereits daran”, das ist die hoffnungsvoll stimmende Aussage zur Zukunft des Cronenberger Backhauses. Sie stammt von Rechtsanwalt Dr. Marc d’Avoine, der Dienstag letzter Woche,  9. Juli 2013, zum Insolvenzverwalter des Traditionsunternehmens bestellt wurde, nachdem zuvor das Insolvenzverfahren gegen die Großbäckerei eröffnet worden war.

Das bereits 1925 in Cronenberg gegründete Familienunternehmen, dessen Gründer Otto-August von den Steinen einst den Stammsitz in Cronenberg eröffnete, betreibt aktuell 14 Filialen. Vornehmlich ist das Cronenberger Backhaus in Wuppertal vertreten, Filialen sind aber auch in Haan, Schwelm, Wermelskirchen und Velbert. Insgesamt beschäftigt die von den Steinen & Polick GmbH & Co. KG, die ihre Zentrale längst am Unteren Dorrenberg oberhalb der Elberfelder Nordstadt hat, 128 Mitarbeiter.

„In der ersten Betriebsversammlung habe ich den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern das Vorgehen erläutert”, berichtet Insolvenzverwalter Marc d’Avoine. Dabei habe er auch eine Zahlung der noch ausstehenden Juni-Gehälter in Aussicht gestellt; die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes sei bereits in die Wege geleitet. „Das Hauptaugenmerk besteht zurzeit darin, die 14 Filialen zu stabilisieren, um den Betrieb fortzuführen”, erläuterte Marc d’Avoine seine Marschrichtung. Lieferanten oder auch die Arbeitnehmer stünden jedenfalls bereit und begleiten die Sanierung aktiv.

Zudem gab der Insolvenzverwalter bekannt, dass bereits erste Interessenten für das in Schieflage geratene Traditionsunternehmen vorhanden seien und die ersten Gespräche schon in dieser Woche aufgenommen würden. Grundsätzlich jeder Investor sei willkommen, unterstrich Marc d’Avoine gegenüber der CW, dazu zählten selbstverständlich auch die jetzigen Gesellschafter.

Wie sagte vor einigen Jahren der Insolvenzverwalter Stephan Ries, nachdem das TiC-Theater in wirtschaftliche Turbulenzen geraten war: „Eine Insolvenz kann auch die Chance zur Sanierung sein!” Heute, im sechsten Jahr nach dem erfolgreichen Neustart, steht das TiC-Theater wohl besser denn je da – ein Vorbild für das Cronenberger Backhaus – hoffentlich!

 

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