01.08.2013, 13.09 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Bitte um Spenden: Tschernobyl-Kinder bei NaturFreunden zu Gast

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Hannelore Geiss (li.) und Renate Buchholz (3. v. li.) haben die weißrussischen Kinder wieder ins NaturFreundehaus eingeladen und hoffen nun auf Unterstützung der CW-Leser. -Foto: Archiv

Auch in diesem Sommer sind wieder acht Jungen und acht Mädchen aus Merkolowitschi in Weißrussland mit drei Betreuern zu Gast in Cronenberg. Hannelore Geiss vom Wuppertaler Verein „Ärzte in sozialer Verantwortung für die Kinder von Tschernobyl“ hat wieder eingeladen und kann sich dafür der großen Dankbarkeit der acht- bis zwölfjährigen Kinder sicher sein, für die das Gästehaus der NaturFreunde am Greuel noch bis zum 6. August 2013 ein Ferienparadies ist.

Trotz vieler bürokratischer Hürden schafft es die mittlerweile immerhin schon 88 Jahre alte, aber noch sehr rüstige und vor allem engagierte Wuppertalerin es immer wieder, Kindern aus dem weißrussischen Örtchen Merkolowitschi die unvergessliche Reise gen Cronenberg zu ermöglichen. „Seit dem Jahr 2000 habe ich rund 2.000 Kinder einladen“, verrät die unentwegt im Einsatz befindliche Hannelore Geiss, die inzwischen immerhin auch schon 21 Mal in Weißrussland war, um sich vor Ort zu informieren und zu helfen. Das ist weiter nötig, denn Leid und Armut sind nach wie vor groß und die Strahlenbelastung 27 Jahre nach dem Atom-Gau von Tschernobyl ebenso.

Drei Wochen Cronenberg – ein großes Erlebnis!

Aber in den Cronenberg-Wochen im idyllischen NaturFreundehaus „Am Hülsberg“ ist das Elend weit weg – für drei Wochen. Zumal Hannelore Geiss mit ihrer Mitstreiterin Renate Buchholz von den Naturfreunden einen großen Abenteuerplan für die Kinder und ihre Betreuer zusammengestellt hat. Schwimmen im Gartenhallenbad steht ob des (bisher) heißen Sommers hoch im Kurs, aber auch Fahrten mit der Schwebebahn sind für die Kinder ein großes Erlebnis. Hinzu kommt ein Ausflug zum Freizeitpark „Irrland“ bei Kevelaer, und am vergangenen Donnerstag, 25. Juli 2013, baten die NaturFreunde zu Tisch: Wie in jedem Jahr lud der Dörper Ortsverein die jungen Gäste zu einem Grill-Abend ein. Zudem werden auch die Nachbarn aus der Hofschaft Greuel für die Kinder wieder ein Essen geben.

Auch Unterstützung von „Cronenberg hilft!“

Auch wenn Hannelore Geiss und ihr Verein von der Wuppertaler Tafel und durch Spenden unterstützt wird, ist die Einladung der insgesamt 19 Gäste aus dem fernen Weißrussland eine kostspielige Angelegenheit. Daher haben auch die rund 5.000 Euro aus dem Erlös des 9. Benefizkonzertes „Cronenberg hilft!“ 2013 hilfreich zur Kostendeckung beigetragen.

Ein wenig traurig aber schauen alle in die Zukunft des Vereins: Wie lange kann Hannelore Geiss Kraftanstrengung, die mit der Einladung verbunden ist, noch stemmen? Das weiß keiner. Nachfolger gibt es (noch) nicht, die diese wichtige Aufgabe fortführen könnten. So konzentriert man sich auf das Heute und dass den Kindern aus Weißrussland auch im Jahr 2013 ein unvergesslicher Urlaub geschenkt werden kann…

Sach- und Geldspenden weiter willkommen

Wer den Verein „Ärzte in sozialer Verantwortung für die Kinder von Tschernobyl“ mit einer Spende unterstützen möchte, kann diese auf das Konto 915 181 bei der Stadtsparkasse Wuppertal (BLZ 330 500 00) leisten. Auch sind Hannelore Geiss und Renate Buchholz für Sachspenden dankbar: Ob Kleidung, Schuhe oder Spielzeug – alles ist willkommen! Für nähere Informationen ist Hannelore Geiss gerne unter Telefon 0178-717 00 33 kontaktierbar.

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