02.09.2013, 10.12 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Schulbus: Stadtwerke nehmen Kappung zurück!

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Auch die Schüler aus Sudberg werden künftig morgens weiterhin bis zum Busbahnhof des Schulzentrums Süd "kutschiert".

Wogen schlug der CW-Bericht zum Vorhaben der Wuppertaler Stadtwerke (WSW), die morgendliche Schulbus-Verbindung aus Sudberg zum Schulzentrum Süd „zu kappen“. Dass die Einsatzbusse künftig nur noch bis zur Bushaltestelle „Hahnerberg“ verkehren und die Schüler dann von hier aus mit einem anderen Bus oder zu Fuß zum Jung-Stilling-Weg gelangen sollten, sorgte auch auf der Facebook-Seite der CW für „intensive“ Diskussionen.

Die Minderzahl der sich äußernden FB-Freunde zeigte kein Verständnis für die Kürzung, durch welche die Stadtwerke im Ergebnis einen Gelenkbus einsparen wollten. Die Mehrheit der Diskussionsteilnehmer fand die WSW-Kürzung jedoch vertretbar – ein Fußweg von etwa 500 Metern sei den Schülern zumutbar, so der Tenor. Dennoch: Die Wuppertaler Stadtwerke werden ihre beabsichtigte Kürzung zurücknehmen. Das berichtete Karl W. Schröder, der Leiter des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) gegenüber der CW.

Nach dem CW-Bericht hatten sich Schröder und sein Schulleiter-Kollege Hartmut Eulner von der Friedrich-Bayer-Realschule direkt an den WSW-Vorstand gewandt und ihre „massiven Bedenken“ gegen die Kappung der Schulbus-Linie dargelegt. „Das ist allein aus Sicherheitsaspekten für beide Schulen in keinster Weise tragbar“, erläutert Karl W. Schröder das „Nein“ der Schulen zu der angekündigten Kürzung: Beide Schulen seien stolz darauf, dass es seit Jahren keinen Unfall auf dem Schulweg gegeben hat, „ich möchte mir gar nicht vorstellen, dass trotz des vorhandenen Busbahnhofes Schüler schon unterwegs rausgelassen werden“.

Zumal dann für die Schüler mit der Bushaltestelle „Hahnerberg“ an der vierspurigen Hahnerberger Straße – also an einer der am stärksten befahrenen Stellen im CW-Land – Endstation wäre. Schon jetzt kommt es hier zu gefährlichen Situationen, wenn Schüler nicht die Fußgängerampel in der Nähe nutzen, sondern quer über die Straße rennen, „und die dunkle Jahreszeit steht ja bevor“, sorgt sich CFG-Leiter Schröder um die Sicherheit der betroffenen Schüler.

Die Bedenken scheinen bei den WSW indes Gehör gefunden zu haben: Nach Angaben von Karl W. Schröder habe er von den Stadtwerken das Signal erhalten, dass die angekündigte Kürzung zurückgenommen wird. Offen sei noch, ob der Sudberger Schulbus künftig zu veränderten Zeiten verkehren wird, „auf jeden Fall wird der Bus aber in den Busbahnhof einfahren“, freut sich Karl W. Schröder über das Einlenken der Stadtwerke: „Damit sind beide Schulen sehr zufrieden.“

Am vergangenen Freitag, 30. August 2013, bestätigten die Stadtwerke, dass die beabsichtigte Kappung der Schulbus-Linie 822 vom Tisch ist. Der Einsatzwagen wird wie gehabt auch im kommenden Schuljahr von Sudberg bis zum Schulzentrum verkehren. Abfahrt zur nullten Stunde wird an der Endhaltestelle am Oberheidt jeweils um 6.55 Uhr sein, also fünf Minuten früher als im letzten Schuljahr. Um 7.20 Uhr wird der Bus am Busbahnhof des Schulzentrums ankommen.

Diese Regelung gilt zunächst bis Mitte Oktober 2013: Ab dem 14. Oktober kann es nach WSW-Angaben zu weiteren Anpassungen in Bezug auf die Abfahrtzeit und auf den Linienweg des Einsatzwagens 822 kommen. Der Bus wird allerdings auch dann weiterhin bis zum Busbahnhof fahren!

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