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25.09.2013, 13.59 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Bundestagswahl 2013: Jürgen Hardt wieder direkt gewählt

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Direkt gewählt: Jürgen Hardt (CDU, Wahlkreis 103) und Manfred Zöllmer (SPD, Wahlkreis 102).

Lauter Jubel brandete wenige Sekunden nach 18 Uhr auf, als am Sonntagabend, 22. September 2013, im Lichthof des Rathauses in Barmen die erste Hochrechnung der Bundestagswahl gezeigt wurde und die FDP demnach den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde nicht geschafft hatte. Doch nachdem die Zahlen aller Parteien auf der großen Leinwand zu sehen waren, verstummte der Jubel und die ausgelassene Stimmung. In manchen Gesichtern war Entsetzen zu sehen, manche rechneten sich alle Koalitionsoptionen durch.

Stimmung bei CDU ausgelassen, SPD feiert Manfred Zöllmer

Nur bei der CDU, die sich „traditionell“ ins 1. Sitzungszimmer zurückgezogen hatte, herrschte gute Stimmung. „Das hat es im vergangenen halben Jahrhundert nicht gegeben, dass die Kanzlerin so stark ist“, zeigte sich der Wuppertaler CDU-Direktkandidat Peter Hintze sichtlich zufrieden, „das ist ein ganz toller Abend“. Kein Wunder, schließlich „kratzte“ die Union im Laufe des Abends immer und immer wieder an der absoluten Mehrheit im Bundestag.

Bei den anderen Parteien schien allerdings Ernüchterung eingekehrt zu sein: Lediglich die Linken zeigten sich etwas ausgelassener im Lichthof, schließlich setzten sie sich bundesweit als drittstärkste Kraft durch. Feiern konnten auch die Anhänger der SPD: Ihr Direktkandidat Manfred Zöllmer setzte sich im Wahlkreis 102 (Wuppertal I), zu dem auch die Südstadt gehört, knapp mit 40,74 Prozent zu 36,56 Prozent gegen CDU-Kontrahent Hintze durch. Große Ernüchterung allerdings bei den Grünen und der FDP, die sich kurzfristig hinter geschlossenen Türen zur „Krisensitzung“ trafen.

In Cronenberg setzt sich CDU-MdB Jürgen Hardt erneut durch

Im Wahlkreis 103 (Solingen, Remscheid, Wuppertal II), zu dem auch Cronenberg und Ronsdorf gehören, setzte sich hingegen Mandatsinhaber Jürgen Hardt (CDU) durch. Er erhielt 44,31 Prozent der Stimmen, während SPD-Herausforderer Sven Wiertz „nur“ auf 33,38 Prozent kam. Ursula Linda Zarniko (Grüne) erhielt 7,15 Prozent, Gunhild Böth (Linke) 5,82 Prozent, Hans Werner Schmitz (AfD) 3,65 Prozent, Jan Ulrich Hasecke (Piraten) 2,79 Prozent, Gerd Brems (FDP) 2,63 Prozent sowie Gabriele Gärtner (MLPD) 0,27 Prozent der Stimmen.

Höchst erfreulich: Die Wahlbeteiligung in Cronenberg lag mit 77,97 Prozent deutlich über dem Durchschnitt von Stadt (69,63 Prozent) und Land (72,5 Prozent). Bei den Zweitstimmen ergab sich im Stadtbezirk allerdings ein ähnliches Bild wie bei den Erststimmen, hier holte die CDU den Sieg mit 38,47 Prozent vor der SPD mit 29,74 Prozent, den Grünen mit 9,98 Prozent, der FDP mit 6,42 Prozent, den Linken mit 5,94 Prozent sowie der AfD mit 4,24 Prozent und den Piraten mit 2,18 Prozent.

Kandidaten wollen sich weiterhin für die Stadt in Berlin einsetzen

„Ich werde das Votum der rund 70.000 Wählerinnen und Wähler, die mir ihre Stimme gegeben haben, ernst nehmen und mich auch weiterhin für die Bergischen Großstädte einsetzen“, erklärte CDU-MdB Jürgen Hardt ob seines Wahlsieges. „Manches wurde erreicht, doch vieles bleibt noch zu tun.“ Wie die beiden anderen zukünftigen Abgeordneten haderte er damit, dass es mit Hermann E. Ott (Grüne) und Manfred Todtenhausen (FDP) zwei seiner Kollegen nicht in den neuen Bundestag geschafft hatten. „Das ist eine Schwächung der Wuppertaler Interessen in Berlin“, resümierte SPD-Mandatsinhaber Manfred Zöllmer. Er war aber ebenso wie Peter Hintze der Meinung, dass man sich weiterhin mit Elan einsetzen werde: „Wir werden die Interessen der Stadt im Bundestag wahrnehmen“, erklärte Hintze.

» Unseren Liveticker vom Wahltag gibt es hier übrigens zum Nachlesen.

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