12.11.2013, 13.00 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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St. Martin: Ortsmitte von vielen Mätensingern erleuchtet

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Das klang nochmal so schön: Florian Danowski (Duo Stookiesen") begleitete eine Gruppe Mätensinger an der Gitarre...

Wie wir in unserem „Liebe Leser“ in der letzten CW-Ausgabe anklingen ließen: „Wann ist Mätensingen?“, lautete vergangene Woche die meistgestellte Frage im CW-Land. Spätestens gestern Abend konnten wir mit letzter Sicherheit die Antwort geben: Die Kinder zogen am gestrigen Martinsabend, 11. November 2013, mit ihren Roten, Gelben, Grünen und Blauen von Geschäft zu Geschäft – die Cronenberger Ortsmitte präsentierte sich so „geschäftig“ wie sonst kaum an einem Werktag!

Wir hatten uns mit rund 300 Adventskalendern für das Mätensingen gewappnet, bereits gegen 16 Uhr stand der erste Laternengänger in der CW-Geschäftsstelle auf der Matte – ob sich der junge Mätensinger dachte: „Der frühe Vogel fängt den Wurm!“ Mit einem Kalender unterm Arm zog er jedenfalls weiter, alle Kinder, die nach 18 Uhr bei uns vorbeischauten, hatten indes kein „Kalender-Glück“ mehr: Ob mutige Einzelsänger oder ganze Gruppen, nachdem es in der Ortsmitte dunkelte, gaben sich die Laternengänger in der CW-Geschäftsstelle die Klinke in die Hand. Schnell waren somit alle unsere „großen“ Mätengaben vergriffen – zum Glück hatten wir aber noch einen Karton voller Süßigkeiten für alle Fälle „in petto“…

In jedem Fall: Toll, wie der Brauch des Mätensingens von den Nachwuchs-Dörpern noch gepflegt wird – zumindest im Cronenberger Zentrum, wo sich die Taschen ja reich füllen lassen… Der Mäten-Hit 2013 war übrigens der Klassiker: „Ich geh‘ mit meiner Laterne…“ war das Standard-Lied. Aber auch „Durch die Straßen auf und nieder…“, „Laterne, Laterne,…“ und natürlich auch „Sankt Martin“ standen auf der Lied-Liste des gestrigen Martinstages ganz oben; nur Dörper Martins-Töne wie „Mäten rut“ waren eher kaum zu hören.

Dafür aber wurde es zwischenzeitlich stimmgewaltig und zwar als eine Gruppe junger Mätensinger mit Begleitung die CW-Geschäftsstelle „enterte“: Unterstützt wurden die Laternengänger von Florian Danowski, Sänger des bekannten Dörper „Duo Stookiesen“, an der Gitarre – für dieses Intermezzo hatte sich Danowski auf jeden Fall einen Kalender verdient! Unsere Bewunderung hatten aber auch alle Kinder, die allein unterwegs waren und sich dennoch zu singen getrauten – Hut ab, das war ebenfalls Kalender wert, natürlich!

Zur Erinnerung: Der Martinszug des Cronenberger Heimat- und Bürgervereins (CHBV) findet am kommenden Samstag, 16. November 2013, statt: Vom Ehrenmal geht es dabei ab 17.30 Uhr mit Sankt Martin hoch zu Ross, Musikbegleitung sowie Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg durch Schwabhausen und Herichhausen zurück zum Ausgangsort, wo beim Bengalischen Feuer anschließend Weckmänner sowie Glühwein, Punsch und Bratwurst zu haben sein werden. Ebenso werden Martingsgeschichten im Vorlesezelt vor dem romantisch illuminierten Ehrenmal zu hören sein.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Heinz Krämer
    15.11.2013, 16:10 Uhr   |   Direktlink

    Toller Bericht
    Merkt ihr überhaupt was für ein Elend ihr schreibt ?
    Zitat „Die Kinder zogen am gestrigen Martinsabend, 11. November 2013, mit ihren Roten, Gelben, Grünen und Blauen von Geschäft zu Geschäft“
    Was hat das den noch mit Tradition oder Mätensingen zu tun. Ich (50Jahre alt) bin wohl zu alt für so einen Mist.
    Welchen Mist meine ich- den das die Kinder von ihren Eltern nur noch von Geschäft zu Geschäft geschleust werden. Ihr findet das ja toll . Toll. Ich wohne keine 200m von der Ortsmitte entfernt. Über die letzten Jahre kamen von Jahr zu Jahr weniger Kinder ans Haus. Die letzten Jahre kamen gar keine Kinder mehr, aber die Geschäfte quellen nun über. Faule Eltern die dadurch das sie nun nur durch eine handvoll Geschäfte laufen müssen ja auch keine Zeit mehr als nötig verlieren. Das die Kinder durch die Nachbarschaft ziehen, und so auch Nachbarschaft pflegen ist endgültig vorbei. Wichtig ist es möglichst schon den 5-jährigen Kinder einzutrichtern das Aldi, Lidl und Akzenta das Ziel aller Dinge sind. Diese alte Tradition ist zerstört, schafft dieses inzwischen lächerliche Fest ab, es ist zu einer Farce geworden.
    Aber vielleicht machen es sich der Einzelhandel und die Eltern ja in Zukunft noch einfacher, druckt doch am Martinstag Einkaufsgutscheine für die Kinder aus damit sie sich wenigsten ihre Sachen selbst aussuchen können. Oder verteilt Kreditkarten die nur an diesem Tag gültig sind.
    Ich finde es sehr traurig was aus einer schönen alten Tradition geworden ist,
    Kinder nur noch durch Geschäfte zu schleusen finde ich 100mal schlimmer als dieses Fest als Sonne-Mond und Sterne Fest zu nennen. Das sich darüber überhaupt Leute aufregen, ach ja, vielleicht weil es ja eigentlich Aldi-Lidl und Netto Fest heißen müßte

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