18.12.2013, 15.04 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Hl. Ewalde: Celina und Co. trafen „einen echten Bischof“

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Nach sich sogar die Zeit für ein kurzes Spielchen, als ihn Leiterin Edeltraud Thon (re.) durch die Gruppen führte: Weihbischof Dominikus Schwaderlapp im Familienzentrum Hl. Ewalde.

„Alles fit?“, so lautete die lockere Begrüßung der beiden Männer, die sich am vergangenen Freitagmittag, 13. Dezember 2013, trafen. Nicht unbedingt einer Erwähnung wert, bei besagtem Treffen überraschte die formlose Begrüßung aber den einen oder anderen Zaungast doch etwas: Schließlich galt die Begrüßungsfrage von Pfarrer Winfried Breidenbach nicht „irgendwem“, sondern immerhin Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp. Am vergangenen Freitag besuchte der 46-jährige Oberhirte das Familienzentrum der katholischen Gemeinde Hl. Ewalde.

Die freundschaftliche Anrede des Dörper Pfarrers an die Adresse seines Dienstherrn, der seit der Bischofsweihe im vergangenen Jahr  für den „Pastoralbezirk Nord“ des Kölner Erzbistums und damit unter anderem auch für Wuppertal zuständig ist, war einem besonderen Umstand geschuldet: Winfried Breidenbach und Dominikus Schwaderlapp kennen sich seit Jahrzehnten – sie absolvierten ihr Theologie-Studium gemeinsam im Bonner Collegium Albertinum.

Das Zusammentreffen an der Hauptstraße hing mit der Visitation Schwaderlapps zusammen: Seit dem 12. November 2013 hält sich der Weihbischof im Tal auf, um turnusmäßig alle katholische Pfarrgemeinden und Institutionen in Wuppertal zu besuchen und sich einen Überblick über die Arbeit der Katholiken im Tal zu verschaffen. Nachdem Schwaderlapp am Wochenende zuvor in der Dörper Gemeinde die Firmung erteilt hatte, galt der freitägliche Besuch dem Familienzentrum: Darin sind alle Kindergärten des Südhöhen-Pfarrverbandes zusammengeschlossen, die Einrichtung an der Hauptstraße ist dabei das Landes-Familienzentrum.

Beim Rundgang durch die Gruppen des integrativen Kindergartens mit Leiterin Edeltraud Thon zeigten auch die meisten Kinder wenig Berührungsängste gegenüber dem hohen Besuch: Eifrig wurde der Bischof bestaunt, Hände geschüttelt, Spielzeug gezeigt und auch intensiv das violette Bischofskäppchen unter die Lupe genommen, das Dominikus Schwaderlapp den Kindern sogar in die Hand gab. Das war der kleinen Celina vielleicht sogar zuviel der „Schäfchen-Nähe“ – „so sieht ein Bischof aus?“, zeigte sie sich etwas skeptisch, „der hat ja gar keinen Stab“. „Den habe ich auch im Auto liegen lassen“, konterte Bischof Schwaderlapp und Celina schien überzeugt.

Übrigens: Bis zum morgigen 19. Dezember weilt der Weihbischof noch im Tal, erst in fünf Jahren wird Schwaderlapp die Katholiken Wuppertals erneut visitieren. Es sei denn, Schwaderlapp wird zuvor zu höheren Aufgaben berufen – der 46-Jährige soll auf der Liste der Kandidaten für die Nachfolge von Kardinals Meisner stehen und sogar der Favorit des Kölner Erzbischofes sein, der am 25. Dezember 80 Jahre alt wird. Man darf gespannt sein, ob Schwaderlapp auch als neuer Oberhirte des Erzbistums ohne Stab an die Hauptstraße kommen und ihn Pfarrer Winfried Breidenbach dann auch mit einem „Alles fit?“ begrüßen würde…

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