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04.03.2014, 17.20 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Fuhlrott-Gymnasium: TiC-Schauspieler kamen in den Unterricht

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Von der TiC-Bühne ins Klassenzimmer: Sabine Henke, Katrin Bonke sowie die Kabale-und-Liebe-Schauspieler Schauspieler Lara Sienczak und Alexander Bangen (v.l.n.r.) standen Fuhlrott-Schülern zum Stück, aber auch zu Persönlichem Rede und Antwort.

Viele Fragen brannten den Schülern des Q1-Deutsch-Kurses der Jahrgangsstufe 11 am Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG) unter den Nägeln. Denn wann hat man schon mal Schauspieler im Unterricht zu Gast, die auf der Bühne des TiC-Theaters Woche für Woche die Zuschauer mit kurzweiligen oder anspruchsvolleren Stücken unterhalten?

Am Abend zuvor gehörten die CFG-Schüler zum Publikum, das sich an der Borner Straße den Schiller-Klassiker „Kabale und Liebe“ in einer Inszenierung von Bühnen-Urgestein Ingeborg Wolff anschaute. „Wie lange wurde geprobt?“ – „Wieso wurde das Stück so interpretiert?“ – „Wie oft führt man ein Stück auf?“ – Die Fragen der Schüler umfassten dabei ein breites Spektrum, als die beiden Theaterpädagoginnen Sabine Henke und Katrin Bonke sowie die Schauspieler Lara Sienczak und Alexander Bangen den „Gegenbesuch“ im Schulzentrum Süd antraten.

Auch wenn Lehrer Klaus Hofer zwischenzeitlich mahnte, sich bei den Fragen doch etwas mehr auf das Schiller-Stück zu konzentrieren, die TiC-Vertreter plauderten gerne aus dem Nähkästchen. „Im Theater ist alles erlaubt“, stellte Alexander Bangen, der in „Kabale und Liebe“ den Sekretär Wurm spielt, zur TiC-Überarbeitung des Klassikers heraus. „Wir sind alle keine ausgebildeten Schauspieler“, ergänzte Hauptdarstellerin Lara Sienczak. Regisseurin Ingeborg Wolff habe daher darauf geachtet, dass man keine „klobigen Sätze“ sagen müsse, die den Schauspielern schwerfallen. „Der Zuschauer soll ja sehen, dass die Person das auch wirklich so meint.“

Auch wenn die Schauspieler am TiC-Theater nicht mehr als eine Aufwandsentschädigung für ihre Arbeit bekommen, so laufe alles überaus professionell ab: „Wir arbeiten ja mit Profis zusammen“, berichtete Alexander Bangen. „Es gibt viele, die wollen unbedingt am TiC spielen, Jüngere nutzen das gerne als Sprungbrett.“ Da musste ebenso Kollegin Lara Sienczak gestehen: „Ich gehe demnächst auch vorsprechen.“ Und wo man gerade schon bei „Geständnissen“ war, da wollten die Schüler natürlich auch die Frage geklärt haben, ob die Liebespaare spielenden Darsteller auch privat miteinander liiert seien: „Wir machen das ja alles für Nichts“, nährte Alexander Bangen weitere Spekulationen. „Und wir würden das ja nicht machen, wenn wir uns grundsätzlich nicht mögen würden.“

Doch Sabine Henke nahm sogleich wieder jegliche Illusion: „Man kennt sich im Theater innerhalb kürzester Zeit, entblößt den anderen gegenüber seine Seele und zeigt Schwächen“, erklärte die Theaterpädagogin. „Das schweißt zusammen und irgendwann verliert man die Scheu, sich körperlich anzufassen – auch wenn es anfangs komisch ist.“ Es gebe zwar auch Pärchen im TiC, üblich sei das allerdings überhaupt nicht. Somit war die „wichtigste“ aller Fragen zum Schluss der Unterrichtsstunde im CFG dann auch geklärt…

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