15.04.2014, 17.12 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Unermüdlich eingemacht: 6.650 Euro fürs Kinderhospiz

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"Marmeladen-Fee" Beate Dilthey (2.v.r.) und ihr Ehemann Raimund Schimon überreichten die tolle Spende gemeinsam mit "Café vom Cleff"-Inhaberin Arzu Candan an Zita Höschen (li.) von der Kinderhospiz-Stiftung. Übrigens: In dem Dörper Café am Hans-Otto-Bilstein-Platz gibt es noch letzte Gläser der leckeren Benefiz-Marmelade von Beate Dilthey.

„Jetzt geht’s ans Eingemachte!“, schrieb die CW im Juli 2012 zu einer Aktion für das Kinderhospiz Küllenhahn: Beate Dilthey begann damals, selbst gemachte Marmeladen, Gelees, Liköre und Schnäpse sowie Pralinen für das in Bau befindliche Hospiz an der Kaisereiche zu verkaufen. In der vergangenen Woche machte die „Marmelden-Fee“ nun „Kasse“ und zeigte sich dabei selbst überrascht: Nie erwartete 3.325 Euro nahm Beate Dilthey durch ihre „süße Aktion“ ein – dank einiger Verdoppelungsaktionen der Bethe-Stiftung kamen durch den Verkauf unter dem Strich sogar 6.650 Euro für die Kinderhospiz-Stiftung zusammen: „Am Anfang dachte ich, wenn ich 100 Euro einnehme, wäre das super“, blickt Beate Dilthey zurück: „An diesen Erlös jetzt hätte ich nie gedacht!“

Der Erfolg ihrer Benefiz-Aktion hat aber auch seinen Preis: „Das Wort ‚Mirabelle‘ kann ich nicht mehr hören“, lacht Beate Dilthey bei der Scheckübergabe im „Café vom Cleff“, einem der Verkaufsstellen ihrer süßen Produkte: „Und Mirabellen-Marmelade kann ich auch nicht mehr essen.“ Kein Wunder: Mirabellen waren ein „Schwerpunkt-Grundstoff“ bei den stolzen rund 1.100 Gläsern Marmelade, welche die 55-Jährige in den vergangenen 20 Monaten einkochte. “

Man konnte mit ihr nicht länger als zwei Minuten telefonieren“, bescheinigt Zita Höschen von der Kinderhospiz-Stiftung Beate Dilthey vollen Einsatz: „Dann hieß es immer: ‚Ich muss in den Garten…‘ oder ‚Ich muss in die Küche…‘.“ Genauso waren die knapp zwei Jahre: Beeren und Obst pflücken am Straßenrand oder in Privatgärten, zum Erdbeerbauern nach Leichlingen fahren und für den guten Zweck um Früchte betteln, Gläser kaufen, spülen und vor allem einmachen, einmachen, einmachen… Sogar während ihres Klassentreffens oder der Betriebsfeier ihres Ehemannes bot Beate Dilthey Marmeladen & Co. feil, sie verkaufte bei einem Handball-Spiel der Bergischen Löwen in der Klingenhalle ebenso wie bei Friseurin Gudrun Böhme in der Zillertaler Straße, bei Blumen Balewski oder auch beim Küllenhahner Advent. Und sogar während ihres Umzugs legte Beate Dilthey ihre Einmach-Aktion nicht auf Eis, schmunzelt Ehemann Raimund Schimon, der natürlich auch mit „ran“ musste.

Immerhin: Die Zeit für die Hochzeit im Dezember und den anschließenden Umzug in eine gemeinsame Wohnung konnte Beate Dilthey „abknapsen“ – diese „Projekte“ fielen ja auch nicht in die „Erntezeit“… „Beate Dilthey ist eine tolle Botschafterin für das Kinderhospiz“, bescheinigt Zita Höschen: „Das war eine ganz hervorragende Aktion, das muss ihr erst einmal jemand nachmachen.“ Apropos „machen“: Einmachen wird Beate Dilthey auch weiterhin, „aber auf keinen Fall mehr in diesen Mengen“, lacht die engagierte Neu-Solingerin. Und bestimmt geht irgendwann auch wieder Mirabelle – Ehemann Raimund Schimon hat die gelben Zwetschgen jedenfalls nicht satt…

Übrigens: Wer das Kinderhospiz unterstützen möchte, erhält mehr Infos unter www.kinderhospiz- burgholz.de, Spenden sind auf das Konto der Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land mit der Nummer 979 997 bei der Stadtsparkasse Wuppertal (BLZ 330 500 00) willkommen.

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