Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

02.05.2014, 18.23 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Sudberg: Idylle pur beim OB-Rundgang

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Peter Jung (2.v.re.) am mittlerweile brachen "Hoesterey-Gelände". Auf seinem Sudberg-Rundgang wurde Jung von Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky (mi.) und Cronenbergs CDU-Chef Thomas Gaffkus-Müller (li.) begleitet. -Foto: Odette Karbach

Im Rahmen seiner Rundgänge durch die Quartiere in Wuppertal war der heimatliche Stadtteil Cronenberg zuletzt das Ziel von Oberbürgermeister Peter Jung. Nicht in Küllenhahn, wo Jung zu Hause ist, sondern am anderen Ende von Cronenberg, in Sudberg, verschaffte sich der OB dabei ein Vor-Ort-Bild von der Situation im Ortsteil.

Vom Treffpunkt an der Endhaltestelle am Oberheidt ging es natürlich zu einem Zwischenziel, das bei dem Sudberg-Rundgang nicht fehlen durfte: das Hösterey-Gelände. An der Sudberger Straße überzeugte sich der OB im Beisein von Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky sowie Cronenbergs CDU-Chef Thomas Gaffkus-Müller vom Fortgang der Sanierung der belasteten Industriebrache, die seit 2005 den Ortsteil beschäftigt und 2006 zur Gründung des Bürgervereins „Sudbürger“ führte.

Station „Hösterey“: Chromverseuchtes Erdreich ist weg!

Von der Ruine der früheren Firma sah Peter Jung allerdings bereits nichts mehr: Diese haben die neuen Eigentümer der Hösterey-Fläche, Tobias Conrad und seine Ehefrau Dr. Gabi Meuser-Conrad, mittlerweile ebenso abreißen lassen wie seit dem Sanierungsbeginn im Dezember 2013 auch das am stärksten verseuchte Erdreich, das unter anderem auch mit Chrom VI belastet war, abgetragen wurde. 2.800 Tonnen wurden dabei auf die Sondermülldeponie in Hubbelrath verbracht, berichtet Tobias Conrad auf CW-Nachfrage. Zudem wurden laut Conrad zwischenzeitlich insgesamt etwa 5.600 Tonnen weniger beziehungsweise nur gering belastetes Material von der Sudberger Straße zu Deponien transportiert.

„Wir sind nun einen ganz großen Schritt weiter“, zeigt sich Tobias Conrad mit dem Sanierungsfortgang zufrieden: „Alles ist gut im Zeitplan.“ Bis etwa Ende Mai müssen noch circa 3.000 Tonnen Erdreich der untersten Deponieklasse 0 abtransportiert werden, dann ist die Sanierung des Hösterey-Geländes nach Angaben des Eigentümers erledigt. Für den kommenden Herbst peilt Tobias Conrad nun im Schatten der denkmalgeschützten Rotbuche den Baubeginn für zunächst zwei Doppelhäuser an, die entlang der Grundstücksseite an der Straße Schöppenberg entstehen sollen.

Das Hösterey-Gelände war die Station mit der wohl brisantesten Geschichte, die weiteren Etappen des OB-Rundgangs waren so idyllisch wie der Ortsteil selbst: Ruhe um den Kinderspielplatz an der Hintersudberger Straße oder auch den Sportplatz beziehungsweise Reitverein am Jöferweg, der Kanal-Streit an der Rather Straße scheinbar entschärft und im Bereich Auf der Kante/Oberheidter Straße der Bau einer neuen städtischen KiTa geplant – in Sudberg ist die Welt offenbar in Ordnung, bei Rundgängen durch andere Quartiere scheint dem OB gewiss nicht derart die Sonne, wie sie tatsächlich vom Sudberger Himmel schien…