Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

14.06.2014, 14.57 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Gewinnspiel-Masche: Opfer um fast 6.000 Euro betrogen

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Die Freude über einen vermeintlichen Gewinn verwandelte sich bei einem Cronenberger in Ernüchterung: Statt der Glücksfee saß der 56-Jährige nämlich Betrügern auf, die ihn mit der Gewinnspiel-Masche um fast 6.000 Euro brachten.

Zunächst erhielt der Geschädigte einen verheißungsvollen Anruf: Er habe 93.000 Euro gewonnen, lautete die freudige Nachricht. Der „Haken“ schien angesichts der Gewinnsumme vergleichsweise „günstig“: Als „Bearbeitungsgebühr“ müsse der „Glückspilz“ zunächst die Codes von Paysafecards im Gesamtwert von 800 Euro durchgeben.

Der 56-Jährige kaufte das elektronische Zahlungsmittel, das zum Beispiel an Tankstellen oder in Kiosken zu haben ist, und gab die PIN-Nummern der Karten durch. Dennoch klingelte am nächsten Tag nicht das Geld auf dem Konto, sondern vielmehr erneut das Telefon. Es läge ein Fehler vor, hieß es am anderen Ende der Leitung, bei einem Gewinn in der genannten Höhe falle eine weitere Bearbeitungsgebühr in Höhe von über 5.000 Euro an, welche über den Bargeld-Transferanbieter „Western Union“ in die Türkei zu überweisen sei.

Im Glauben, damit die 93.000 Euro in der Tasche zu haben, überwies der gutgläubige Cronenberger auch diesen Betrag, leider erst danach wurde er doch stutzig. Die Betrüger riefen nämlich ein weiteres Mal an und verlangten nochmals Geld vor der vermeintlichen Auszahlung – damit war dann jedoch die Leichtgläubigkeit des Geschädigten überstrapaziert: Der 56-Jährige zahlte diesmal nicht, sondern erstattete Anzeige bei der Polizei – wenigstens war damit nicht noch mehr Geld als die rund 6.000 Euro „futsch“.

Die Polizei warnt vor solchen und ähnlichen betrügerischen Gewinn-Anrufen sowie Aufforderungen zu Geldtransfers. Betroffene können sich bei den Ermittlern unter den Rufnummern 0202-247 13 90 (Cronenberg) oder 0202-284-0 (Präsidium) melden.