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15.10.2014, 16.50 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Neues „Fremdkörper“-Stück: Irre Handlung und witzige Wortspiele

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Stück, Kostüme, Bühnenbild – die „Fremdkörper-Pi-Raten“ haben ihr neues Stück wieder komplett selbst „erobert“.

Am Donnerstag, 2. Oktober 2014, feierte die Schauspielgruppe „Fremdkörper“ mit ihrem neuen Stück im Pfarrsaal der Kirche Hl. Ewalde Premiere. Der vielsagende Titel: „Pi-Raten!!! Für Rum und Ähre“. Den Zuschauern wurden dabei Comedy und Sketche in bunten Kostümen und aufwändiger, beeindruckender Dekoration geboten.

Die Gruppe strapazierte damit nicht nur die Lachmuskeln, sondern regte auch zum Mitmachen an. Da wirbelten 15 Darsteller über zwei Stunden durch den Saal und die Gäste waren mitten drin. Ein Sketch- und Lach-Feuerwerk unterhielt mit einer irrwitzigen Handlung. Hierbei ging es um Piraten mit überdurchschnittlicher, körperlicher Kraft und unterdurchschnittlichem Intellekt, die eine Schatzkarte finden.

Offensichtlich sind Rum-Fässer auf der ganzen Welt versteckt, aber kein Schiff da. Hinzu kommt „Galileo“, der zwar Routen berechnen kann und sogar „Pi“ als eine mathematische Konstante kennt. Die dummen Piraten allerdings halten Galileo schlicht für einen Gallier. Kurzerhand kapern die Pi-Raten ein Schiff mit Namen „Voyager“, auf dem geballte Frauenpower segelt.

Bald reist eine Mannschaft wie Nitro und Glyzerin über die Weltmeere. Es geht über Holland, England, Grönland, Amerika, Kuba („Hier steht aber viel Rum rum“), Asien und viele andere Länder bis nach Griechenland, wo immer wieder Station in einer „Kneipe“ gemacht wird. Man trifft unterwegs einen Indianer, einen Pinguin und andere Gestalten. Eigentlich befindet man sich im Jahr 1603, katapultiert sich aber immer wieder ins Aktuelle. Irre Wortspiele, brutale Kampfszenen, laute Dialoge, tolle Sänger und ein eigenes Musik-Trio machen das Stück hörenswert, sehenswert und kurzweilig. Die Premieren-Zuschauer hatten jedenfalls ihren Spaß und hielten locker zwei Stunden durch.

Lange schrieben die „Fremdkörper“-Mitglieder gemeinsam an der Handlung, suchten die Kostüme aus und bauten die Dekoration. „Der Ausgangspunkt war eigentlich eine Reise um die Welt“, erläutert „Fremdkörper“-Leiter und Regisseur Tobias Happe und eine Frage interessiert von Anfang an: Finden die Piraten am Ende wirklich den Schatz? Das wissen diejenigen, welche eine der drei Erst-Vorstellungen besuchten; wer nicht dabei war, dem sei indes nur verraten: „Es gibt eine unglaubliche Wendung, wenn man schon denkt, das Stück ist zu Ende“, erklärt Tobias Happe.

Schließlich möchte „Fremdkörper“ die Geschichte um Pi-Raten, Rum und Ähre auch 2015 aufführen, sucht dafür allerdings passende Orte. Wer eine Bühne weiß, welche die Pi-Raten erobern könnten, erfährt mehr unter www.fremdkörper.net.