Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

18.11.2014, 20.28 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Dauerstaus: Landesbetrieb tritt auf die „Baustellen-Bremse“

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Viele Wuppertaler Autofahrer sind genervt: Egal, wohin man fahren will, fast überall landet man schließlich im Stau. Vor dem Umbau-Start am Döppersberg und der damit verbundenen Sperrung der B7 war klar, dass diese verkehrliche „Operation am offenen Herzen“ nicht ohne Folgen sein würde. Man werde allerdings dafür sorgen, dass der Verkehr anderswo reibungslos fließen könne, versprach man im Rathaus Barmen, dass es keine weiteren „Mega-Baustellen“ geben werde.

„Versprochen – gebrochen“ könnte heute dazu das Urteil lauten: Dauerbaustelle auf der A46, Sanierung der L419 von und nach Ronsdorf, der (zum Glück fast abgeschlossene) Umbau der Oberbergischen Straße im Zuge des Neubaus der Aldi- und Bauhaus-Märkte und nicht zuletzt die geplante Vollsperrung des Kiesbergtunnels – wer in Wuppertal von A nach B will, fährt längst über C – sprich zum Beispiel über Cronenberg, wo es sich nunmehr allabendlich auf der Hahnerberger Straße staut…

Viel gescholten wegen des Verkehrschaos ist der Landesbetrieb Straßen.NRW. Und der geht jetzt in die Info-Offensive: Auf ihrer Internetpräsenz unter www.strassen.nrw.de/wuppertal haben die Straßenbauer des Landes ihre Baustellen im Tal zusammengestellt und erklären die Hintergründe dazu. Straßen.NRW betont dabei, dass man frühzeitig mit der Stadt über die Planung der zahlreichen Baustellen gesprochen habe. Arbeiten zum Beispiel an der „Hansagalerie“ und „Sternengalerie“ mitsamt der Sanierung der A46-Fahrbahn seien verschoben worden, um die Befahrbarkeit der Autobahn trotz vieler Baustellen möglichst hoch zu halten.

L419-Sanierung: Lkw drohten einzubrechen

Zur Sanierung der L419 (Parkstraße), die derzeit für Endlos-Staus von und nach Ronsdorf sorgt, rechtfertigt sich der Landesbetrieb damit, dass die Maßnahme noch in diesem Jahr abgeschlossen werde. Dazu sei die Baustelle im Zwei-Schicht-Betrieb organisiert worden – an sechs Tagen pro Woche werde an der Parkstraße gearbeitet. Zudem handele es sich bei der Maßnahme keinesfalls um eine Schönheitsreparatur. Vielmehr, so Landesbetrieb-Baustellenkoordinator Mario Korte, mussten die schadhaften Betonfahrbahnplatten dringend ausgetauscht werden. Da unter der Betonfahrbahn große Hohlräume festgestellt worden seien, habe die Gefahr bestanden, dass LKW in die marode Fahrbahn einbrechen.

Kiesbergtunnel: Sicheres Befahren muss hergestellt werden

Auch zur ab Frühjahr 2015 geplanten Vollsperrung des Kiesbergtunnels (L70) sieht Baustellen-Koordinator Korte keine Alternative: „Der Tunnel ist nicht mehr sicher, und die Genehmigung für den Betrieb läuft dieses Jahr aus.“ Nur mit einer fünfmonatigen Sanierung könne ein sicheres Befahren des Tunnels wieder hergestellt werden, bevor er langfristig komplett saniert werden müsse. Mario Korte verspricht, dass die Umleitungen während der Sperrung in den nächsten Wochen intensiv mit der Stadtverwaltung abgestimmt würden.

Ebenso sichert der Landesbetrieb zu, dass weitere Unterhaltungsarbeiten auf Landesstraßen rund um Wuppertal in den kommenden Monaten auf ein Minimum beschränkt würden. Zum Beispiel Tagesbaustellen will der Landesbetrieb vermeiden, „und dann schauen wir, was nachts oder am Wochenende erledigt werden kann, wenn also weniger los ist“, verspricht Mario Korte abschließend.