Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

07.01.2015, 17.33 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Südstadt: „Stolperstein“ erinnert an Emma Eichenberg

Artikelfoto

Dr. Ute Otten und Gabriele Mahnert (mi.) vom Stolpersteine-Vorstand sowie Bezirksbürgermeister Jürgen Vitenius (re.).

Ein weiterer „Stolperstein“ wurde zum Ausklang des letzten Jahres 2014 am Forsthof verlegt: Vor dem Haus Nummer 21 erinnert nun ein Gedenkstein an Emma Eichenberg, geborene Müller, und an ihre Verfolgung als Jüdin durch die Nationalsozialisten.

Aus den Quellen von Prof. Manfred Brusten und Dr. Ute Otten geht hervor, dass die 1867 geborene Emma Eichenberg mit Isaak Eichenberg verheiratet war und mit ihm in Wuppertal lebte. Ihr Sohn Ernst (geboren 1902) und der Enkelsohn Hans Kurt, er wurde 1937 im Tal geboren, emigrierten später mit den Eltern nach Israel. Eigentlich wohnte Emma Eichenberg in der Wesendonkstraße 23, bevor sie durch die Nazis gezwungen wurde, ihre Wohnung zu räumen. Mit vielen anderen jüdischen Bürgern fand sie in der Südstadt in der Straße Am Forsthof 21 schließlich Zuflucht bei einer jüdischen Familie.

Man entzog der Verfolgten ihr Vermögen aus einem Hausverkauf durch eine so genannte „Judenvermögensabgabe“. Im Jahre 1942 wurde Emma Eichenberg dann erst nach Theresienstadt und schließlich nach Treblinka deportiert, wo man sie im Todeslager wohl am 21. September 1942 ermordete. Bezirksbürgermeister Jürgen Vitenius stellte bei seinen Gedenkworten in den Mittelpunkt, dass die junge Generation durch die Verlegung von „Stolpersteinen“ physisch zum Thema Judenverfolgung hingeführt werden soll.

Nach der kleinen Feierstunde in Erinnerung an Emma Eichenberg legten einige Südstädter dann Rosen auf dem neuen Gedenkstein nieder. Mehr Informationen zum Verein „Stolpersteine in Wuppertal“ gibt es online unter www.stolpersteine-wuppertal.de.